Open Innovation

„Open Innvovation“ – Photonik für jeden

Wissen teilen, sich für die Ideen anderer öffnen, gemeinsam Innovationen vorantreiben: Im Zeitalter der digitalen Revolution werden Open Source-Lösungen immer wichtiger. Mit dem Forschungsfeld „Open Innovation“ öffnet das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Innovationsprozess für die Öffentlichkeit. Das versetzt Wissenschaft und Wirtschaft in die Lage, schneller und besser zu nachhaltigen Ergebnissen zu kommen.

Offene Prozesse im Internet

Hardware und Software vernetzen sich mit Internet, Cloud und Co, Zykluszeiten verkürzen sich stetig, Komplexität und Geschwindigkeit von Innovationen beschleunigen sich kontinuierlich. Wissenschaft und Wirtschaft stehen vor enormen Herausforderungen: Sie müssen neue Wege finden, um Ideen schneller zu entwickeln und umzusetzen. „Open Innovation“, der offene Innovationsprozess, vernetzt über das Internet vorhandenes Wissen und bindet die Ideen von Kunden und Nutzern ein. Auch im Bereich der Photonik.

Unter dem Forschungsfeld „Open Innovation“ sind die Initiativen „Open Photonik“ und „Light Cares“ zusammengefasst. In beiden Initiativen arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft und Maker zusammen.

Die Ergebnisse der Projekte, die das Bundesforschungsministerium fördert, werden Menschen aus aller Welt zum Nachbau zur Verfügung gestellt – mittels offener Software-Plattformen und sozialer Medien. Langfristig sollen so neue Partner in der Maker-Szene und in der interdisziplinären Forschung für die Photonik-Branche gewonnen werden.

Open Photonik & Light Cares

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs „Light Cares“ stehen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die den Alltag von Menschen mit Behinderungen durch den Einsatz photonischer Technologien erleichtern und das möglichst kostengünstig. Auch hier gibt es eine Kooperation – von Menschen mit Behinderung, Vertretern der Maker-Bewegung, der Forschung und der Industrie.

Mit der Initiative „Open Photonik“ fördert das Ministerium Vorhaben, die dazu beitragen, dass Bürgerinnen und Bürger sich direkt bzw. stärker an wissenschaftlichen Projekten beteiligen können. Dazu gehören beispielsweise photonische DIY-Messsysteme, die eigene wissenschaftliche Untersuchungen ermöglichen, oder die Entwicklung offener Schnittstellen und Tool-Kits (Open Hardware), die die Nutzung von photonischen Komponenten oder Systemen für den Hausgebrauch möglich machen.

Mit den Open Source-Ansätzen werden die Prozesse immer vielfältiger und offener. Sie erschließen neue Innovationswege für Forschung und Entwicklung. Ob Prothesen aus dem 3D-Drucker, ein Laserinterferometer aus bunten Plastiksteinen oder ein Gürtel, der Blinde fühlend wieder „sehen“ lässt – das sind nur drei von vielen Projekten, die aus den Fördermaßnahmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema „Open Innovation“ hervorgegangen sind.