Quantentechnologie sucht Querdenker

Quantentechnologien | 01.12.2017
Erstellt von VDI Technologiezentrum GmbH

BMBF startet Quantentechnologie-Nachwuchsaktivitäten: Jetzt für Quantum Futur Akademie und Quantum Futur Award bewerben.

Pinzette mit kleinem, funkelnden Diamanten
Der < Quantum Futur|Award > wird in den beiden Kategorien "Masterarbeiten" und "Promotionsarbeiten" verliehen. Bild: Zentrum für Quantenwissenschaft und -technologie IQST, Heiko Grandel
  • Studierende können sich ab sofort für die <Quantum Futur|Akademie> vom 18. bis 23. März 2018 in Stuttgart und Ulm bewerben
  • Bewerbungsdeadline ist der 31. Januar 2018
  • Nachwuchspreis <Quantum Futur|Award> sucht herausragende Master- und Promotionsarbeiten
  • Preisgelder sind Studienreisen im Gesamtwert von rund 20.000 Euro
  • Arbeiten bis 15. Januar 2018 einsenden

<Quantum Futur|Akademie>

Deutschlands erste Quantenakademie steht in den Startlöchern: Vom 18. bis 23. März 2018 besuchen 30 Studierende namhafte Unternehmen und Institute der Branche, sprechen mit führenden Wissenschaftlern und erhalten einen Überblick über das vielfältige Potenzial der Quantentechnologien.

Ab sofort können sich Bachelor- und Master-Studierende (ab dem 5. Bachelorsemester) der Ingenieur- und Naturwissenschaften auf einen Platz in der <Quantum Futur|Akademie> bewerben. Die Akademie ist Teil der umfassenden Quantum Futur-Nachwuchsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Bewerbungsdeadline für die kostenfreie Akademie ist der 31. Januar 2018.

Gastgeber 2018 ist das Zentrum für Quantenwissenschaft und -technologie IQST in Ulm und Stuttgart. Dort erhalten die Studierenden bei Fachvorträgen und Laborbesichtigungen einen Einblick in die hochaktuelle Forschung auf dem Gebiet der Quantentechnologien. Auf Exkursionen zu führenden Unternehmen und jungen Start-ups der Branche, dazu gehören Bosch und Swabian Instruments, erleben sie, wie die Nutzung von Quantenphänomenen nicht nur zur Verbesserung bestehender - sondern auch zur Entwicklung völlig neuer Technologien führen kann. Quantentechnologien sind eben viel mehr als reine Quantenphysik!

Das anspruchsvolle Programm lässt genug Raum, um bei Diskussionen mit den Professionals aus der Branche Netzwerke für den persönlichen beruflichen Werdegang zu knüpfen. Abgerundet werden die fünf Tage von einem abwechslungsreichen Begleitprogramm mit Workshops, einer Sportveranstaltung, Szenetouren und Stadtbesichtigungen. Am 22. März wird zudem auf einer Festveranstaltung der <Quantum Futur|Award> verliehen. Hierbei spielen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Akademie auch eine Rolle.

Wenn Sie an der <Quantum Futur|Akademie> teilnehmen möchten, schicken Sie uns bitte bis spätestens 31. Januar 2018 Ihren Lebenslauf, ein Motivationsschreiben (eine DIN A4-Seite) und eine Übersicht Ihrer bisherigen Studienleistungen (Notenspiegel) per E-Mail an mail(at)quantum-futur.de (Betreff „Quantum Futur Akademie Vorname Nachname“).

<Quantum Futur|Award>

Am 22. März 2018 verleiht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf einer festlichen Veranstaltung in Stuttgart mit geladenen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Industrie zum ersten Mal den <Quantum Futur|Award>. Der Preis wird für herausragende Master- und Promotionsarbeiten zur anwendungsorientierten Quantentechnologie vergeben, die sich insbesondere mit der technischen Ausnutzung von kontrollierten Quantenzuständen beschäftigen. Das Bewerbungsverfahren wird zweistufig durchgeführt, Bewerbungsschluss für die erste Auswahlstufe ist der 15. Januar 2018.

Im ersten Schritt müssen die Bewerberinnen und Bewerber aussagekräftige Kurzfassungen ihrer Arbeiten einreichen. Die Fachjury, bestehend aus Mitgliedern des BMBF sowie Unternehmern und Wissenschaftlern aus dem Bereich der Quantentechnologien, bewerten die Beiträge und suchen die besten Arbeiten aus.

In der zweiten Stufe werden die ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten aufgefordert, die Komplettfassung ihrer Arbeiten einzureichen. Außerdem erhalten Sie die Möglichkeit, ihre Arbeiten im Rahmen der <Quantum Futur|Akademie> den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Akademie kurz zu präsentieren. Diese wählen im Anschluss gemeinsam mit der Fachjury die beiden besten Arbeiten in den Kategorien „Masterarbeiten“ und „Promotionsarbeiten“ aus. Die Preisträgerinnen und -träger werden am 22. März auf der <Quantum Futur|Award> - Festveranstaltung bekanntgegeben.

Für den ersten Platz in beiden Kategorien gibt es eine Studienreise im Wert von jeweils 6.000 Euro, die beiden zweiten Plätze erhalten eine Studienreise im Wert von jeweils 4.000 Euro.

Möchten Sie am <Quantum Futur|Award> teilnehmen? Dann senden Sie uns bitte bis spätestens 15. Januar 2018 eine Kurzfassung Ihrer Arbeit (vier bis fünf Seiten mit maximal 15.000 Zeichen) unter dem Betreff „Quantum Futur Award Vorname Nachname“ per E-Mail an mail(at)quantum-futur.de zu.

Quantentechnologien

Quantentechnologien sind Technologien, die gezielt Quanteneffekte ausnutzen. Schon heute werden sie in einigen Bereichen wie der Halbleitertechnologie, der Magnetresonanztomografie oder der Lasertechnologie angewendet.

Bei aktuellen wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen der zweiten Generation der Quantentechnologien steht dezidiert der kontrollierte Quantenzustand einzelner oder gekoppelter Systeme im Vordergrund. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für Anwendungen in der Informationsübertragung und -verarbeitung, für höchstpräzise und -sensible Mess- und Abbildungsverfahren, oder auch, wenn es darum geht, heutige Beschränkungen bei der Simulation komplexer Systeme zu überwinden.

Rückfragen an

VDI Technologiezentrum GmbH
Projektträger des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Photonik / Quantentechnologien

Dr. Simone Wall
Tel.: 0211 6214-593
E-Mail: wall(at)vdi.de

Christian Styp-Rekowski
Tel.: 0211 6214-184
E-Mail: styp-rekowski(at)vdi.de

Aufbau mit optischer Linse für Quanten-Experiment
Die < Quantum Futur|Akademie > vom 18. bis 23. März 2018 in Stuttgart und Ulm sucht noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bild: Zentrum für Quantenwissenschaft und -technologie IQST, Wolfram Scheible