„Informatik-Feriencamp für Weltverbesserer“ des InfoSphere Aachen und „Schmuckprogrammierung“ des FabLab Bremen gewinnen Code Week Award

Make Light | 10.02.2015

Mit dem erstmalig vergebenen Code Week Award Anfang Februar 2015 wurden zwei von der Make Light-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützte Projekte ausgezeichnet. Das „Informatik-Feriencamp für Weltverbesserer“ des Informatik Schülerlabors InfoSphere Aachen erhielt den Preis in der Kategorie von 10.000 Euro, das Projekt „Schmuckprogrammierung“ des FabLab Bremen konnte in der Kategorie von 5.000 Euro überzeugen.

„Informatik-Feriencamp für Weltverbesserer“

Das gesamte InfoSphere-Team der RWTH Aachen ist über die Auszeichnung ihres Feriencamps begeistert: „Wir freuen uns riesig über diese Ehre und noch viel mehr darüber, dass dank des Preisgeldes von 10.000 Euro nun die ersten beiden Feriencamps rund um den Arduino-Mikrocontroller in den Oster- und Sommerferien für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab Klasse 8 komplett kostenfrei angeboten werden können.“

Am 5. und 6. Januar 2015 hatte das Camp erstmalig im InfoSphere in Aachen stattgefunden, als eine Art “abschließender Beta-Test”.
Rund 20 Jugendliche erlernten am ersten Tag die Grundlagen der Arduino-Programmierung und dessen Anwendung anhand von einfachen Einführungsprojekten: sie erweckten eine Sonnenblume durch Licht zum Leben, ersparten einem LKW unschöne Beulen beim Einparken, konnten mit Hilfe von Licht die Geschwindigkeit messen und verpassten einem temperaturfühlenden Eisbären eine leuchtende Nase.
Am zweiten Feriencamp-Tag programmierten und bauten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 dann ihre eigenen Lichtprojekte. Mit dabei waren dann Autos mit Hindernissensoren, blinkende T-Shirts, temperaturanzeigende Handschuhe und Computerspiele auf einer LED-Pixelmatrix. Abschließend wurden die Projekte vor Eltern und Freunden präsentiert.

Das ist das Besondere am Konzept des Feriencamps: Die Jugendlichen erlernen die Grundlagen, bauen auf das Erlernte mit der Planung von eigenen Projekten auf, setzen ihre kreativen Projekte in Eigeninitiative um und lernen abschließend ihre Ergebnisse zu präsentieren. Einen ausführlichen Beitrag zum Camp finden Sie im Make Light-Blog.

Das Feriencamp wurde in seiner Konzeption und Entwicklung vom BMBF im Rahmen der Make Light-Initiative unterstützt. Mit Hilfe dieser Unterstützung entwickelte das InfoSphere-Team eine spezielle Photonik-Elektronik Lernbox mit allen nötigen Materialien für die digitalen Photonik-Projekte mit Mikrocontrollern. Eingebettet wurde dies in ein begleitendes Didaktik-Konzept.

Mit der Make Light-Initiative stellte das BMBF über 250 solcher Photonik-Elektronik Lernkits zur Verfügung, die vom InfoSphere-Team im Zuge von Fortbildungs-Workshops an Lernorten (Schülerlaboren) in ganz Deutschland verteilt werden.

„Schmuckprogrammierung“

Mit dem FabLab Bremen wurde ein weiterer Partner der Make Light-Initiative des BMBF mit dem Code Week Award ausgezeichnet. Der Workshop bringt Programmierung digitaler Werkzeuge und Schmuckherstellung zusammen.

Durch Programmierung können Muster entstehen und einfach verändert werden. Ein Lasercutter schneidet die Muster aus Kunststoff, Holz oder Pappe aus und schon ist der das Schmuckstück fertig. Während eines eintägigen Workshops entwerfen die Teilnehmerinnen Schmuck und Accessoires. Dabei bekommen sie einen Einblick in die Programmierung und den Ablauf digitaler Produktionsmethoden.

Der Preis

Der “Code Week Award” zeichnete unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Gesche Joost zum ersten Mal in diesem Jahr Projekte aus, die jungen Menschen den Umgang mit digitalen Technologien und den Spaß am Programmieren näherbringen. Der Preis wurde Ende 2014 erstmalig von der Technologiestiftung Berlin in Kooperation mit dem Design Research Lab der Universität der Künste Berlin ausgeschrieben. Gefördert wird der Preis von der Samsung Electronics GmbH. Die Schirmherrin und Juryvorsitzende, Frau Prof. Joost, engagiert sich als Internetbotschafterin der Bundesregierung und “Digital Champion” der Europäischen Kommission in Deutschland intensiv für die Förderung digitaler Kompetenzen.

Bewerben konnten sich Privatpersonen, Hochschulen und Initiativen mit nachhaltigen, pädagogischen Konzepten für kreative Workshop-Reihen, Hackathons oder anderen Formate. Im November und Dezember 2014 hatten sich 34 Projekte aus ganz Deutschland für die mit 5.000 und 10.000 Euro dotierten Preise beworben. Ende Januar 2015 wurden schließlich die insgesamt zehn Gewinner in den beiden Preiskategorien von einer fünfköpfigen Jury bekannt gegeben.