Fördermöglichkeiten für Spitzenforschung durch KMU erweitert

KMU-innovativ
26.07.2018
Erstellt von Photonik Forschung Deutschland

Größere Chancen für innovationsaffine KMU: Die Neuauflage der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Photonik und Quantentechnologien“ des BMBF macht die Forschungsförderung attraktiver und öffnet die Maßnahme für neue Schlüsseltechnologien. Bis 15.10.2018 können KMUs oder industriell geführte Forschungsverbünde ihre Skizzen einreichen.

Silhouetten von Menschen auf der einer Treppe vor Glasfront als Symbolisierung interdisziplinärer Zusammenarbeit
Bild: © panthermedia.net/Anna Batalova

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind wichtige Innovationstreiber in Deutschland. Mit der Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle können sie sich im Konkurrenzkampf einen Vorsprung verschaffen. Um Forschungspläne zu verwirklichen, benötigen sie jedoch oft finanzielle Unterstützung. Denn ob eine Idee tatsächlich umsetzbar ist und eines Tages für Gewinne sorgt, ist zunächst ungewiss. Das macht Forschungsprojekte zu einem Wagnis für KMU, die selten über das nötige finanzielle Polster verfügen.

Einfachere Voraussetzungen für Förderung

Dieses Risiko verringert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit gezielter Forschungsförderung für KMU, auch im Bereich Photonik. Seit 2007 können Unternehmen zweimal pro Jahr Projektvorschläge einreichen – wesentliche Kriterien sind die Neuheit und das wirtschaftliche Potenzial der Idee. Mit der Neufassung der Fördermaßnahme unter dem Titel „KMU-innovativ: Photonik und Quantentechnologien“ erweitert das BMBF das Themenfeld und erleichtert die Teilnahme. Die wichtigsten Neuerungen gegenüber der bisherigen Fördermaßnahme sind:

  • thematische Öffnung für Projekte aus dem Bereich der Quantentechnologien
  • Verzicht auf obligatorische Einbindung eines Endanwender
  • Verzicht auf Erfüllung einer maximalen Verbundförderquote
  • Möglichkeit zur Förderung von Großunternehmen
  • Verbundkoordination in begründeten Fällen durch große Industriepartner

Das bedeutet größere Chancen für KMU, sich erfolgreich um eine Forschungsförderung zu bewerben und Projekte zu realisieren, die ohne die Förderung nicht durchgeführt werden könnten. So stärkt das BMBF das Innovationspotenzial der KMU im Bereich der Spitzenforschung.

Wege von der Forschung in den Markt verkürzen

Wichtige Förderkriterien sind Exzellenz, Innovationsgrad, wirtschaftliche Verwertungsfähigkeit und die Bedeutung des Beitrags zur Lösung aktueller gesellschaftlich relevanter Fragestellungen. Damit zielt die Maßnahme neben der Innovationsfreude auf eine weitere Stärke der KMU: Sie bilden beim Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft eine wichtige Schnittstelle. Das gilt für etablierte Bereiche der Photonik ebenso für die Umsetzung neuer Schlüsseltechnologien in die betriebliche Praxis – erste KMU greifen bereits die Erkenntnisse der Grundlagenforschung aus den Quantentechnologien auf. Diese innovative Kraft möchte das BMBF unterstützen und KMU dazu befähigen, auf Veränderungen schnell zu reagieren und den erforderlichen Wandel aktiv mitzugestalten.

Einreichungsfrist: Projektskizzen können bis 15. Oktober 2018 eingereicht werden.

Zur Bekanntmachung „KMU-innovativ: Photonik und Quantentechnologie“

Weiterführende Informationen:

Zur Übersicht der Förderinitiative „KMU-innovativ“ des BMBF
Zur Hightech-Strategie der Bundesregierung