Auf dem Weg zum intelligenten Drahtseil

KMU-innovativ
11.02.2015

BMBF-Verbundprojekt erreicht Meilenstein: InSeil demonstriert die faseroptische Detektion von Drahtbrüchen im Drahtseil.

BMBF-Verbundprojekt InSeil

Nach eineinhalb Jahren Laufzeit erreicht der Verbund InSeil den wichtigen Meilenstein: Der Nachweis von Drahtbrüchen in einem Drahtseil mittels faseroptischer Sensorik. Ziel des Projektes InSeil ist die Entwicklung eines neuartigen, faseroptischen Messsystems, welches das Online-Monitoring von Drahtbrüchen im Drahtseil erlaubt und somit die derzeitig aufwändige manuelle Sichtkontrolle in Krananlagen überflüssig macht.

Dazu werden mit Faser Bragg Gittern versehene Lichtwellenleiter als Sensorelement in das Drahtseil integriert und ortsaufgelöst Drahtbrüche erfasst. Das neuartige Drahtbrucherfassungssystem zeigt einen notwendigen Seilwechsel an und minimiert somit die Stillstandzeiten der vollautomatisierten Kräne. Anstehende Reparaturen und die Beschaffung von Ersatzteilen sind somit weitsichtig und kosteneffizient planbar.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit der Partner notwendig

Die Kombination aus Drahtseil und Lichtwellenleitersensor wurden in einzelnen Entwicklungsstufen in dem großen Forschungsverbund zusammengefügt und das Gesamtsystem optimiert. Erst durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Partner konnte der strukturell komplexe Aufbau des intelligenten Drahtseils erfolgreich durchgeführt werden.

Im weiteren Projektverlauf erfolgt die Evaluierung des intelligenten Drahtseils in den automatisierten Kränen am HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA). Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Technologie für weitere Einsatzgebiete, wie beispielsweise die Überwachung von Drahtseilen in Bauwerken erweitert werden.

Das Verbundprojekt InSeil wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit knapp 700.000 Euro gefördert. Das Konsortium ist Anfang November 2012 im Rahmen der BMBF-Initiative „KMU-innovativ: Optische Technologien“ gestartet und wird das Projekt voraussichtlich im Oktober 2015 beenden.

Partner in dem interdisziplinären Verbundprojekt sind die MIOPAS GmbH, die Protronic Innovative Steuerungselektronik GmbH, die LEONI Fiber Optics GmbH, die Drahtseilwerk GmbH, die DNV GL und die Hamburger Hafen Logistik AG (HHLA), sowie das Fraunhofer Heinrich Hertz Institut als Forschungspartner.

Ansprechpartner

Tobias Schossig
MIOPAS GmbH
Am Stollen 19 B
38640 Goslar
Tel. 05321-6855-164
Email: t.schossig(at)miopas.de

Weitere Informationen

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