PLIMASC

Plenoptische Bildgewinnung mit Standardkameras für erweiterte Funktionalitäten der Nachbearbeitung in professionellen Videoanwendungen

Plenoptische Bildgewinnung für AR- und VR-Anwendungen

Über einen optomechanischen Kameraaufsatz verspricht die Technologie die gleichzeitige Aufnahme einer Szene (oder eines Objektes) aus mehreren Perspektiven mit nur einer Kamera. Über entsprechende Algorithmen soll im Anschluss ein Lichtfeldbild errechnet werden und die Szene dreidimensional rekonstruiert werden. Dabei sollen präzise Tiefeninformationen zur Verfügung gestellt werden.
Die Partner möchten mit diesem Vorhaben eine innovative und wirtschaftlich vielversprechende Photoniktechnologie erforschen, die sich momentan in einem rein wissenschaftlichen Stadium befindet, und diese in eine wirtschaftliche Anwendung überführen.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Technologie ein tatsächliches Potenzial hat, welches weit über die in diesem Vorhaben zu untersuchenden Anwendungen hinausgeht und dass dieser Technologie eine Kernrolle in der Videoproduktion der Zukunft, insbesondere dem Megatrend Augmented Reality / Virtual Reality zukommen kann.

Plenoptische Bildgewinnung mit Standardkameras

Durch das System sollen präzise Tiefeninformationen zur Verfügung gestellt werden. Darauf aufbauend sollen verschiedene Funktionalitäten der professionellen videographischen Nachbearbeitung erleichtert werden, z.B. das nachträgliche Setzen des Fokus, oder das Segmentieren von Objekten und Hintergründen. Ferner ermöglicht die dreidimensionale Aufnahme die effiziente Verschmelzung von realen Objekten oder Umgebungen mit synthetischen Informationen in Augmented bzw Virtual Reality Anwendungen.

Ähnliche Ergebnisse können heute nur mit Multi-Kamera-Aufbauten oder Spezialkameras erzielt werden. Diese sind technisch komplex, platzaufwändig, kompliziert zu bedienen und setzen eine sehr hohe Rechenleistung voraus. Sie sind ferner meist nicht kompatibel mit heute verfügbaren Verfahren und kostenintensiv für den Nutzer. Die im Vorhaben zu untersuchende Technologie soll es erlauben, gleiche oder bessere Resultate mit videographischem Standardwerkzeug zu erreichen und damit eine voll kompatible, effiziente und kostengünstige Alternative zu schaffen.

Die im Vorhaben zu untersuchende Technologie erfordert die Entwicklung der optomechanischen Komponente und der entsprechenden Algorithmen, sowie das Zusammenführen zu funktionsfähigen Demonstratoren. Diese sollen dann unter realistischen Einsatzbedingungen anhand von sorgfältig nach Verwertungspotenzial ausgesuchten Herausforderungen der Videographie bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit überprüft werden.

Projektdetails

Koordinator

Matthias Schmitz
K | Lens GmbH
Ufergasse 2, 66111Saarbrücken
+49 176 84314276

Projektvolumen

2,7 Mio € (Förderquote ca. 74,9%)

Projektdauer

01.10.2017 - 30.09.2020

Projektpartner

K | Lens GmbHSaarbrücken
reallifefilm international GmbHBerlin
MBF Filmtechnik GmbHFrankfurt am Main
K8 Institut für strategische Ästhetik gGmbHSaarbrücken
Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF)Jena