BMBF-Förderprogramm "Photonik Forschung Deutschland"

Licht mit Zukunft

Aus dem Inhalt: Die Bedeutung der Photonik-Branche für Deutschland

Die Bundesregierung hat das Ziel, Deutschlands Rolle als eine der wirtschaftsstärksten und innovativsten Nationen auszubauen und so den Wohlstand unserer Gesellschaft in nachhaltiger Weise zu sichern. Die Technologien zur Beherrschung des Lichts, also die Optischen Technologien bzw. im internationalen Sprachgebrauch: die Photonik, sind dafür unverzichtbar. In der Kombination mit anderen Schlüsseltechnologien liefern sie die entscheidenden Impulse für Energieeffizienz in der Produktion, für umweltgerechte Beleuchtung oder für eine bessere medizinische Diagnose. Die Photonik hat sich deshalb zu einer weltweit umworbenen Wachstumsbranche entwickelt. Eine Führungsrolle im Klimaschutz, in Fragen der Mobilität, bei den Technologien für einen modernen Produktionsstandort, in der Informationsgesellschaft oder der Medizintechnik setzen alle die Beherrschung und Nutzung des Photons als Innovationstreiber zwingend voraus.

Durch intensive Forschungsanstrengungen in den letzten beiden Jahrzehnten konnten die Akteure in Deutschland das Tor zur Photonik weit aufstoßen. Deutsche Unternehmen gehören zu den Weltmarktführern in vielen Bereichen der Photonik wie Lasertechnik, Beleuchtung oder Mikroskopie und Bildgebung. Zunehmend formiert sich die Photonik-Branche in Deutschland, tritt in vielen Bereichen geschlossen auf und treibt Innovationen gemeinsam voran. Die Kenndaten der Branche:

  • Bewertet man die makroökonomischen Indikatoren, wie die Entwicklung von Beschäftigung, Wertschöpfung, Nachfrage, Investitionen und Technologie, kann die Photonik als Deutschlands führende Zukunftsbranche bezeichnet werden. Für Europa ist die Photonik unter den fünf wichtigsten Schlüsseltechnologien diejenige mit dem größten Wachstumspotenzial.
  • Die Photonik passt zu Deutschland: Sie ist wissensintensiv, diversifiziert und ressourcenschonend. 85 Prozent der Photonik-Unternehmen sind mittelständisch. Sie wachsen seit Jahren mit durchschnittlich etwa acht Prozent pro Jahr und gehen gestärkt aus der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008/2009 hervor. Sie haben in der Krise in Forschung und Bildung investiert und schaffen seit Jahren einen Zuwachs an Arbeitsplätzen von durchschnittlich vier Prozent p.a. Der Anteil akademisch ausgebildeter Mitarbeiter liegt bei etwa 20 Prozent.
  • Deutschlands Anteil am Weltmarkt für Optische Technologien beträgt etwa neun Prozent, in den Leitmärkten Produktionstechnik, Bildverarbeitung und Messtechnik, Medizintechnik und Life Science, Beleuchtungs- und Energietechnik sowie optische Komponenten und Systeme liegt er über 17 Prozent. Einzelne Segmente, wie etwa industrielle Laserquellen mit einem Marktanteil von 40 Prozent oder Lithographieoptiken für die Herstellung von Computerchips mit einem Marktanteil von über 60 Prozent, werden von deutschen Herstellern dominiert. Am europäischen Photonik-Markt haben deutsche Unternehmen einen Anteil von fast 40 Prozent. Fertigungsnahe Optische Technologien steigern als „Enabling Technologies“ die Wettbewerbsfähigkeit großer heimischer Industriebranchen. Die Photonik beeinflusst so auch einen großen Anteil der über sieben Millionen Arbeitsplätze des produzierenden Gewerbes. Damit trägt die Photonik entscheidend zur Standortsicherung bei.

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