Kampf gegen die weiße Pest

Sie galt längst als besiegbar: die Tuberkulose, auch weiße Pest genannt. Eine scheinbar vergessene Krankheit ist wieder auf dem Vormarsch. Jährlich sterben noch immer bis zu drei Millionen Menschen an dieser Krankheit, und 10 Millionen Menschen infizieren sich neu. Die Ursache: Antibiotika, die beste Waffe gegen die Tuberkulose, ist stumpf geworden. Vor allem in Osteuropa gewinnen Antibiotikaresistenzen an Boden, verhindern einen erfolgreichen Kampf gegen diese tödliche Krankheit. Wissenschaftler der Universitäten Heidelberg und Bielefeld haben es sich, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, zum Ziel gesetzt, die Tuberkulose zurück zu drängen. Voraussetzung hierfür ist es, möglichst schnell die unterschiedlichen Antibiotikaresistenzen zu erkennen. Nur dann kann den Patienten auch schnell geholfen werden. Mit sogenannten komplementären und fluoreszenzmarkierten DNA-Strängen gelang es den Forschern den antibiotikaresistenten Bakterien auf die Spur zu kommen. Nicht mehr wie bisher nach mehreren Wochen, sondern bereits nach wenigen Stunden, lässt sich mit dieser Technologie die Antibiotikaresitenz identifizieren und mit dem passenden Antibiotikum bekämpfen. Damit sind die deutschen Wissenschaftler weltweit an der Spitze im Kampf gegen die weiße Pest.



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