Photonikforschung am Tag der offenen Tür im Bundesforschungsministerium

Besucher bauen eine mobile Wetterstation und finden blind mit Hilfe eines vibrierenden Gürtels durch ein Labyrinth: Projekte „Personal Photonics“ und „SenseBox“ im BMBF.

Bild 1: Bundesforschungsministerin Johanna Wanka begrüßt in Berlin die Besucherinnen und Besucher zum Tag der offenen Tür im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bild: Lehrstuhl für Informatik 10, RWTH Aachen University

Bild 2: Die Besucherinnen und Besucher konnten sich den Weg durch ein Labyrinth mit der HaptiVest erspüren. Bild: VDI Technologiezentrum GmbH

29.08.17

RWTH Aachen University, Lehrstuhl für Informatik 10, Jan Thar

In Polarkleidung schlüpfen und Meeresforscher werden, mit der VR-Brille dreidimensional über den Meeresboden fliegen oder durch Mikroskope in den Mikrokosmos blicken: Am Tag der offenen Tür am 26. und 27. August war im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin viel los. Neben einer aktuellen Ausstellung zur Meeresforschung und weiteren interaktive Exponaten zu dem Thema konnten sogar mit einer Liveschaltungen zum Forschungsschiff Sonne und der Antarktisforschungsstation Neumayer III kühle Eindrücke vom Südpol gewonnen werden.

Auch die Photonikforschung war mit zwei Projekten präsent: Am Stand von Bürger schaffen Wissen war die „SenseBox“ der Universität Münster zu finden. Die kleine mobile Umwelt- und Wetterstation zum Selberbauen für jedermann misst Sensordaten wie Luftdruck, Temperatur oder UV-Strahlung erfasst und über das Internet zusammenfasst zu einer globalen Umweltdatenkarte. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium im Rahmen der „Open Photonik“-Initiative gefördert.

Als eines der Beispiele für die neue Hightech-Strategie der Bundesregierung war auch das Projekt „Personal Photonics“ des Lehrstuhls für Medieninformatik und Mensch-Computer Interaktion der RWTH Aachen mit der „HaptiVest“ vor Ort. Die HaptiVest ist ein Bauchgürtel, mit dem Blinde einen räumlichen Eindruck der Umgebung erspüren können.

Der Gürtel besteht aus 128 Vibrationsmotoren, die das Bild einer Tiefenkamera mit einer Matrix von 16x8 Pixeln wiedergeben: Jeder Motor entspricht dabei einem Bildpunkt, und vibriert stärker, je näher sich ein Objekt an dieser Stelle befindet. Die Besucher konnten den Gürtel selber ausprobieren, unter anderem indem sie ohne Sicht durch ein aufgebautes Labyrinth laufen konnten - nur mit den Informationen als Hilfe, die der Gurt auf dem Bauch erfüllbar macht.

Das Projekt wird im Rahmen der Initiative „Open Photonics“ vom Bundesministerium bis Ende Mai 2019 gefördert. Als nächstes wird Personal Photonics zusammen mit den zehn Projekten der BMBF-Initiative „Light Cares – Photonische Technologien für Menschen mit Behinderung“ auf der RehaCare in Düsseldorf vom 4.-7. Oktober zu finden sein.

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