Audi stellt erstes Automobil in Großserie mit OLED-Rückleuchten vor

Grundlagen der OLED-Technologie in BMBF-geförderten Projekten erforscht und entwickelt.

Detailansicht der neuen OLED-Rückleuchten. Bild © AUDI AG

19.07.17

VDI Technologiezentrum GmbH

Vergangene Woche hat die AUDI AG den neuen A8 vorgestellt. Technisches Highlight der Limousine ist die im Leichtbau-Verfahren hergestellte Karosserie, die Erweiterung der Assistenzsysteme hin zum autonomen Fahren sowie die OLED-Rückleuchte. Der A8 ist das erste Großserienfahrzeug, das mit OLED-Heckleuchten ausgeliefert wird.

OLEDs (organische Leuchtdioden) haben den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu den punktuell leuchtenden LEDs ihr Licht gleichmäßig über eine ganze Fläche abstrahlen. Für ihr homogenes Erscheinungsbild benötigt die Technologie keine Reflektoren, Lichtleiter oder zusätzliche Optiken. So können sie als eine Art „Lichtkachel“ nur wenige Millimeter dünn gebaut werden und sparen wichtigen Bauraum. Auch als Designelement machen die OLEDs eine gute Figur. Neben dem niedrigen Energieverbrauch und einer langen Lebensdauer liegt ein weiterer Vorteil der OLED in dem breiten Abstrahlwinkel, der zu noch besserer Erkennbarkeit des Fahrzeugs führt und damit zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Die OLED-Kacheln bestehen aus sieben verschiedenen Schichten, die übereinandergestapelt sind. Manche dienen der Bauteileffizienz, am prominentesten ist jedoch die Emitterschicht. In jeder OLED-Einheit schließen zwei Elektroden, von denen mindestens eine transparent sein muss, eine Vielzahl dünner Schichten aus organischem Halbleitermaterial ein. Eine niedrige Gleichstromspannung – zwischen drei und vier Volt – bringt die Schichten, die weniger als einen Tausendstelmillimeter dick sind, zum Leuchten. OLEDs basieren – analog zu konventionellen LEDs – auf dem Phänomen der Elektrolumineszenz.

Die Grundlagen für die OLED-Rückleuchten wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in mehreren Projekten gefördert. Die Projekte beschäftigten sich mit organischen Leuchtdioden auf Glassubstraten. Ein weiteres Projekt, das BMBF-geförderte Projekt „R2D2 – Roll to Device 2“ aus der Förderinitiative „Organische Elektronik, insbesondere Organische Leuchtdioden und Organische Photovoltaik“, hatte tiefrote Emitter speziell für automobile Anwendungen zum Forschungsthema.

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