Förderpreis für BMBF-Projekt myphotonics

Vom Laserinterferometer aus Plastikbausteinen bis hin zum DIY-Optiklabor: Stefan Klompmaker und Felix Lager erhalten Förderpreis der Universität Osnabrück.

Bild 1: Wurden mit dem Nachwuchspreis der Universität Osnabrück für ihre Arbeiten in dem Projekt myphotonics ausgezeichnet: Stefan Klompmaker (links) und Felix Lager. Bild: S. Killert

Bild 2: Klompmaker und Lager wurden auch für ihr besonderes Engagement im Nachwuchsbereich ausgezeichnet, wie hier bei einem Workshop für Jugendliche auf der Maker Faire Hannover 2016. Bild: VDI Technologiezentrum

Bild 3: Angefangen hat alles mit dem Laserinterferometer aus Legosteinen. Bild: VDI Technologiezentrum

16.03.17

VDI Technologiezentrum

Stefan Klompmaker und Felix Lager wurden neben 33 weiteren Studierenden, Absolventinnen und Absolventen der Universität Osnabrück am 9. März 2017 mit einem Förderpreis für die „Steigerung der Bedeutung von Stadt und Landkreis Osnabrück als Wissenschaftsstandort“ ausgezeichnet. Der Preis selbst wurde vom „Verkehrsverein Stadt und Land Osnabrück e.V.“ im Rahmen der Förderpreisverleihung der Universität Osnabrück 2016/2017 vergeben. Klompmaker und Lager erhielten den Preis für ihr besonderes Engagement in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt myphotonics.

„Der Do-it-yourself-Gedanke macht das myphotonics-Projekt zu etwas ganz Besonderem“, erklärt Felix Lager. Stefan Klompmaker ergänzt: „Ein wichtiges Ziel unseres Projektes ist die Nachwuchsförderung im Bereich der Photonik und Optik.“

In dem myphotonics-Projekt geht es um Photonik-Experimente für den Physikunterricht in der Schule oder Universität, zum Beispiel zur Messung von Laserleistung, Wellenlänge und Kohärenz auf Basis von öffentlich erhältlichen Baukastensystemen. Das Projekt startete ursprünglich mit einem Michelson-Interferometer aus Legosteinen in der Osnabrücker Forschungsgruppe durch Felix Lager und Stefan Klompmaker. Durch die kleinen Plastiksteinchen und über das Internet erhältliche Optiken belaufen sich sie Kosten für das Interferometer auf weniger als 150 Euro – das ist etwa um den Faktor 20 geringer als bei professionellen Systemen.

Das Projekt wird seit Anfang März 2016 vom Bundesforschungsministerium im Rahmen der Initiative „Open Photonik“ gefördert, wodurch die Idee von myphotonics auf eine nächste Ebene gehoben wird. Innerhalb von drei Jahren wird das myphotonics-Projekt um die Baukastenplattformen fischertechnik®, Arduino und 3D-Druck erweitert.

Für die frisch ausgezeichneten Klompmaker und Lager gibt es also noch viel zu tun: Gegen Projektende soll dann schließlich ein vollständiges Do-it-Yourself-Optiklabor inklusive photometrischer Komponenten entstehen und als Open Source Hardware zur Verfügung gestellt werden. Ziel des Projektes ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Optik & Photonik durch Einsatz kostengünstiger und verbreiteter Open Source Hardware Komponenten – dies ist insbesondere für das Lernen und Lehren im außerschulischen Bereich, aber auch für Maker von großem Interesse.

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