Kompakte Präzision: Optische Durchmesserbestimmung

Mithilfe von Lichtwellen wollen die Technologieunternehmen Fionec und Awetis die Messung von Durchmessern großer Bauteile vereinfachen / Halbzeit beim BMBF-Verbund FiberGauge

Bild 1: Mithilfe von Antastsensoren wird der Messkopf am Prüfstück angesetzt. Die Messung erfolgt dann berührungslos mit faseroptischer Sensorik. Bild: Awetis GmbH / fionec GmbH

Bild 2: Manueller Einsatz des Messgeräts zur Bestimmung eines Innendurchmessers. Bild: fionec GmbH

07.12.16

Pressemitteilung des Projekts FiberGauge / fionec GmbH

Mit der Entwicklung voll funktionsfähiger Labormuster für faseroptische Messsysteme setzen die Technologieunternehmen fionec und Awetis neue Standards in der Bestimmung von Durchmessern großer Bauteile. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt FiberGauge ermöglicht in Zukunft die präzise und komfortable Prüfung von Wellen, Walzen und anderer Formzylinder mit einem Innen- oder Außendurchmesser von mehr als einem Meter. "Damit haben wir zur Halbzeit unseres Projektes alle geplanten Vorgaben erreicht und zum Teil sogar übertroffen", sagt Frank Depiereux, Geschäftsführer der Aachener fionec GmbH und Leiter des Gemeinschaftsprojekts.

Bisher sind zur Bestimmung großer Durchmesser mechanische Messungen von Hand üblich. Dieser manuelle Vorgang ist vergleichsweise umständlich. Das Projektkonsortium rund um die Aachener fionec GmbH und die Laudenbacher Awetis GmbH hat deshalb kompakte Messköpfe mit faseroptischen Sensoren konzipiert. Die neue Technologie kann sowohl in mobilen Handmessmitteln als auch integriert in automatisierte Prozesse eingesetzt werden.

Mithilfe von Lichtwellen tasten mehrere Sensoren zeitgleich die Geometrie des Bauteils ab. Der Messvorgang dauert weniger als fünf Sekunden. Mit den Ergebnissen lassen sich Innen- und Außendurchmesser zwischen einem und sechs Metern mit Mikrometergenauigkeit berechnen. Interessant sind die neuen Messmittel vor allem im Anlagen- und Maschinenbau, sowie bei der Turbinenwellen- und Lagerherstellung.

Der Technologiekonzern Siemens, der Industriezulieferer FCMD und der Messgerätehersteller Kordt begleiten das Projekt deshalb als assoziierte Partner. "Der innovative Ansatz des Projektes versetzt uns in die Lage, bei der Produktion unserer Bauteile die nicht wertschöpfenden Nebenzeiten zu reduzieren – bei gleichbleibender Qualität. Dies gelingt in erster Linie durch die deutlich einfachere Handhabung des Messsystems", so Dr.-Ing. Mario Dewald, Leiter der Gruppe Technologie in der Siemens Dampfturbinenfertigung am Standort Mülheim.

Bis zum Abschluss des Projekts im März 2018 werden fionec und Awetis nun die Auswerte- und Nutzersoftware sowie die Steuerung und die Schnittstellen weiterentwickeln. Außerdem stehen die Kalibrierung der Prüfteile und die Konstruktion von Messmitteln für weitere Durchmessergrößen an.

Das FiberGauge-Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Förderinitiative „KMU-innovativ: Optische Technologien“ im Rahmen des Programms „Photonik Forschung Deutschland“ bis zum 31.03.2018 mit einem Betrag von rund 840.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen

Download Steckbrief BMBF-Verbundprojekt FiberGauge (PDF)

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Frank Depiereux
Telefon: 0241 – 8949 8840
mailto:fibergauge@fionec.de
fionec GmbH
Ritterstr. 12a
52072 Aachen

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