BMBF-Förderprojekt zur Entwicklung von blauen Hochleistungslasern gestartet

Mit insgesamt 2,9 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Entwicklung von blauen Hochleistungslasern.

Übergabe der Zuwendungsbescheide „BlauLas“ und EkoLas durch Staatssekretär Stefan Müller. (von links: Dr. König, Dr. Strauss, Staatssekretär Müller, Dr. Kamper, MdB Graf von und zu Lechenfeld) Bild: Osram

08.03.16

OSRAM Opto Semiconductors, Regensburg
VDI Technologiezentrum GmbH

Als Startschuss des Verbundprojektes „Direkt-blaue Kilowatt-Diodenlaser (BlauLas)" übergab Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, heute persönlich den Förderbescheid an den CEO von Osram Opto Semiconductors, Aldo Kamper. Das Regensburger Unternehmen ist Projektkoordinator des Verbundprojekts.


Mit blauem Hochleistungslaser zu neuen Anwendungen

Das ambitionierte Ziel des Verbunds „Direkt-blaue Kilowatt-Diodenlaser (BlauLas)“ ist es, bis Anfang 2019 die weltweit erste direkte Diodenlaserquelle im blauen Spektralbereich zu entwickeln. Sie soll mit über einem Kilowatt mehr als die zehnfache Leistung im Vergleich zu derzeit erhältlichen Lasersystemen abstrahlen können. Mehrere einzelne Laserdioden werden dabei auf einem Wafer erzeugt. Ein sogenannter Laserbarren entsteht.

Bisher gab es für Anwendungen im blauen Spektralbereich nur Einzellaserdioden mit einer Ausgangsleistung von einigen Watt. Integriert man die erzeugten Laserbarren aber in ein Gesamtsystem, sind viele neue Anwendungen möglich.

Laser, die im hohen Leistungsbereich kontinuierlich arbeiten, sind bisher vor allem im infraroten Spektrum weit etabliert und bedienen eine Vielzahl von Anwendungen. Werden jedoch hochreflektierende Materialien bearbeitet, stoßen diese Systeme an ihre Grenzen.

Blaues Licht dagegen wird von diesen Werkstoffen vergleichsweise gut absorbiert. Dadurch lassen sich wichtige Materialien wie beispielsweise Kupfer auch im Dünnblech stabil fügen. Blaues Licht ist außerdem für Unterwasseranwendungen interessant, da es in Seewasser eine große Reichweite besitzt. Davon könnte zukünftig die Lasermaterialbearbeitung unter Wasser profitieren. Schließlich lässt sich blaues Licht relativ einfach in weißes Licht umwandeln. Flutlichter und andere Beleuchtungsanwendungen könnten folglich mit blauem Laserlicht äußerst kompakt realisiert werden.

Vier Verbundpartner sichern Forschungskompetenzen

Neben Osram Opto Semiconductors werden drei weitere Verbundpartner an der Entwicklung der Diodenlaserquelle forschen: die Laserline Gesellschaft für Entwicklung und Vertrieb von Diodenlasern mbH, die DILAS Diodenlaser GmbH und das Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie.

Hintergrund

Das Verbundprojekt „BlauLas“ ist Teil der Förderinitiative „Effiziente Hochleistungs-Laserstrahlquellen“ – kurz „Effilas“. Die Ziele der Initiative sind es, die Leistung, die Effizienz und Zuverlässigkeit von Laserstrahlquellen zu steigern, die Kosten und die Systemkomplexität zu verringern und neue Wellenlängenbereiche für neue Anwendungen in der Produktion, der Umwelttechnik oder den Lebenswissenschaften zu erschließen.

 

Weitere Informationen

Download Projektsteckbrief BMBF-Verbundprojekt „BlauLas“ (PDF)

 

 

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