Pionierin für Produktionstechnik Gisela Lanza erhält Bundesverdienstkreuz

Mitglied des BMBF-Programmausschusses Photonik wird geehrt.
Portrait von einer lächelnden Frau mittleren Alters mit Brille und dunklen Haaren.

Bild 1: Erforscht globale Produktionsstrategien und setzt sich für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein: Gisela Lanza. Bild: Markus Breig, KIT

Blick von hinten nach vorne über das Publikum auf einer Veranstaltung auf die Bühne.

Bild 2: Gisela Lanza moderierte im November 2012 auf der Messe EuroMold das Expertenforum „Photonische Prozessketten“. Bild: VDI Technologiezentrum GmbH, Fotograf: M. Leissl

04.03.16

Karlsruher Institut für Technologie (KIT) /
VDI Technologiezentrum GmbH

Professorin Gisela Lanza vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erhält am 7. März von Bundespräsident Joachim Gauck das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Am Vortag des Internationalen Frauentags würdigt der Bundespräsident in Berlin 24 Frauen, die in Kultur und Wissenschaft Herausragendes geleistet haben. Gisela Lanza erhält die Auszeichnung für ihre Forschung auf dem Gebiet der Produktionstechnik sowie für ihr Engagement für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die Planung und Gestaltung von Produktionssystemen in globalen Wertschöpfungsnetzwerken stehen im Fokus der Forschung von Professorin Gisela Lanza. Am KIT leitet die Ingenieurin den Bereich Produktionssysteme am Institut für Produktionstechnik (wbk). Hier entwickelt sie Methoden und Modelle, die eine qualitativ hochwertige und gleichzeitig möglichst kostengünstige Produktion ermöglichen.

„Dabei geht es unter anderem darum, wie Unternehmen die Umstellung auf eine automatisierte und intelligente Produktion im Sinne von ‚Industrie 4.0‘ gestalten und umsetzen können“, sagt Lanza. Einen besonderen Schwerpunkt legt sie dabei auf die Fertigung in globalen Wertschöpfungsnetzwerken: „Denn die Herstellung komplexer Produkte erfolgt heute verteilt auf verschiedene Standorte in der ganzen Welt.“

Professorin Lanza engagiert sich zudem seit 2014 im Programmausschuss für das Förderprogramm „Photonik Forschung Deutschland“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Hier liegt ihr Schwerpunkt bei den Chancen und Herausforderungen der Vernetzung von photonischen Prozessen in der Produktion.

Nicht zuletzt würdigt die Auszeichnung auch Gisela Lanzas Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Mit Lehrveranstaltungen an der KIT-Fakultät für Maschinenbau, der HECTOR School of Engineering and Management am International Department des KIT sowie der starken Einbindung des GAMI in Forschung und Lehre am KIT spricht sie Studentinnen und Studenten sowie junge Forscherinnen und Forscher aus aller Welt an.

Zur Person

Gisela Lanza, Jahrgang 1973, studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der damaligen Universität Karlsruhe (TH) und promovierte 2004 an deren Fakultät für Maschinenbau. Für ihre Dissertation zur „Simulationsbasierten Anlaufunterstützung auf Basis der Qualitätsfähigkeiten von Produktionsprozessen“ erhielt sie 2005 den Erna-Scheffler-Förderpreis des Soroptimist-Clubs Karlsruhe.

2009 folgte mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. Von 2008 bis 2012 war sie Inhaberin der ersten Shared Professorship „Global Production Engi-neering and Quality“ des KIT in Kooperation mit der Daimler AG. Seit 2012 ist sie Inhaberin der Professur für Produktionssysteme und Qualitätsmanagement und Leiterin des Instituts für Produktionstechnik des KIT.

Neben dem BMBF-Programmausschuss Photonik engagiert sich Lanza in verschiedenen nationalen und internationalen Verbänden und Gremien, darunter die Internationale Akademie für Produktionstechnik -CIRP, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften acatech, die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik wgp sowie die Jury des Erwin Schrödinger-Preises des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Lenkungskreis der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg.

Weitere Informationen

Pressemeldung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

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