Durchmesser an Großbauteilen exakt bestimmen

Ob große Innen- oder Außendurchmesser: BMBF-Verbundprojekt realisiert die Messtechnik zur exakten Bestimmung von Durchmessern an Großbauteilen wie Wellen, Turbinen oder Lagergehäusen.
Ein Mensch misst den Durchmesser einer Turbine. Er ist einige Köpfe kleiner als das riesige Rotorblatt der Turbine.

Große Durchmesser werden heute i.d.R. aufwendig manuell geprüft. Abhilfe soll eine faseroptische Mehrstellenmesstechnik schaffen. Bild: Siemens AG

12.06.15

Pressemitteilung des Projekts FiberGauge / fionec GmbH

Die Messung großer Außen- und Innendurchmesser rotationssymmetrischer Körper ist eine Messaufgabe, die im Maschinen- und Anlagenbau von grundlegender Bedeutung ist. Große rotationssymmetrische Bauteile finden sich vor allem in der Stahl-, Lebensmittel- und Papierindustrie sowie in den Bereichen Energie und Großgeräte. Die relevanten Durchmesserbereiche erstrecken sich dabei von 1 m bis 12 m.

Das 2015 gestartete und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt FiberGauge hat das Ziel, eine hochgenaue Messtechnik für die exakte Bestimmung großer Durchmesser zu entwickeln.

Die exakte Durchmesserbestimmung an Großbauteilen ist heute von großer Wichtigkeit. Bei der Dampfturbinenherstellung müssen beispielsweise die Außendurchmesser der Turbinenwelle und auch die Innendurchmesser des zugehörigen Turbinengehäuses sehr exakt eingehalten werden, um einen hocheffizienten und sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Durchmesserprüfungen werden bis heute meist mit taktilen Handmessmitteln durchgeführt, die einen hohen Bedienungsaufwand und eine hohe Messunsicherheit mit sich bringen. Eine hochgenaue, mobile oder maschinenintegrierbare Messtechnik, gerade für Werkstücke ab 1 m ist einerseits nur unzureichend vorhanden, andererseits aber für die Qualitätssicherung unabdingbar.

Um zukünftig eine effiziente und exakte Bestimmung der Durchmesser an Großbauteilen gewährleisten zu können, entwickelt das FiberGauge-Projektkonsortium ein neuartiges Messgerät, das sowohl eine einfache händische als auch eine maschinenintegrierte Messung erlauben soll. Um die notwendige Genauigkeit der Messung gewährleisten zu können, wird ein hochgenauer faseroptischer Sensor verwendet, der den Bauteildurchmesser über mehrere Messstellen erfasst. Aufgrund der Nutzung von hoch miniaturisierbaren Messsonden ergibt sich darüber hinaus der Vorteil, einen handgeführten Messkopf robust und kompakt ausführen zu können. Dies erleichtert dem Anwender die zukünftige Handhabung im Produktionsumfeld erheblich.

Das FiberGauge Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Förderinitiative „KMU-innovativ: Optische Technologien“ im Rahmen des Programms „Photonik Forschung Deutschland“ bis zum 31.03.2018 mit einem Betrag von rund 840.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen

Download Steckbrief BMBF-Verbundprojekt FIBERGAUGE (PDF)

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Frank Depiereux
Telefon: 0241 8949 8840
fibergauge@fionec.de
fionec GmbH
Ritterstr. 12a
52072 Aachen

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