Tagung des Projektverbands Leichtbau

Dank BMBF-Verbundförderung stellt Photonik wichtige Werkzeuge für den ressourceneffizienten Leichtbau bereit.

Bild 1: Dr. Uwe Stute, Koordinator des Projektverbands Leichtbau, begrüßte die Teilnehmer der Tagung. Foto: VDI Technologiezentrum

Bild 2: Die Teilnehmer kamen aus den insgesamt neun Leichtbau-Verbundprojekten, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt 27 Millionen Euro gefördert werden. Foto: VDI Technologiezentrum

20.05.15

Der effiziente Umgang mit begrenzten Ressourcen ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Vor diesem Hintergrund finden in der Verkehrsindustrie, insbesondere der Automobil- und Luftfahrtindustrie, Leichtbaukonzepte heute schon vielfach Anwendung. Um jedoch einen breiten Einsatz von Leichtbaumaterialien zu erreichen, fehlt es oft für eine Vielzahl neuer Materialien noch an geeigneten Bearbeitungs-, Prüf- und Messverfahren, um eine wirtschaftliche, flexible und automatisierte Fertigung in der Großserie umsetzen zu können.

Photonische Verfahren bieten hier Lösungen: Die hohe Flexibilität und insbesondere die berührungslose, verschleißfreie Wirkungsweise des Lasers bietet Vorteile für die Bearbeitung von Werkstoffen, deren konventionelle Bearbeitung mit einem hohen Werkzeugverschleiß einhergeht. Die Möglichkeit der lokalen und für die jeweilige Fertigungsanforderung maßgeschneiderten Energieeinbringung eröffnet für die Bearbeitung temperaturempfindlicher Werkstoffe neue Möglichkeiten.

Mit der Fördermaßnahme „Photonische Verfahren und Werkzeuge für den ressourceneffizienten Leichtbau“ im Rahmen des Programms „Photonik Forschung Deutschland” verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, bestehende Hemmnisse bei der breiten Einführung von Leichtbaumaterialien in die Großserienfertigung zu überwinden.

Vertreter aller im Rahmen dieser Maßnahme geförderten Verbundprojekte kamen am 20.05.2015 im CFK Valley Stade zusammen, um sich über den Stand der jeweiligen Forschungsprojekte auszutauschen und übergreifende Fragestellungen zu diskutieren. Das Spektrum der Arbeiten reicht dabei von Verfahren für den Aufbau hybrider Leichtbaukonstruktionen unter Einbeziehung verschiedener faserverstärkter Kunststoffe und Metalle bis hin zur Bearbeitung hochfester Stähle.

Neben den Bearbeitungsverfahren selbst stellt vor allem für die faserverstärkten Kunststoffe auch die Untersuchung der Prozessemissionen bei der Laserbearbeitung einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt dar, um trotz ggf. entstehender gesundheitsschädlicher Stoffe die Arbeitsplatzsicherheit zu gewährleisten.

Die Arbeiten in den neun Verbundprojekten werden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt rund 27 Millionen Euro gefördert.

Ansprechpartner

Dr. Uwe Stute
(Koordinator des Projektverbands)
Laserzentrum Hannover e.V.
mailto:leichtbau@lzh.de

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