cynora mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2014 ausgezeichnet

Organische Leuchtdioden: Auszeichnung für Projekt „Platin- und Iridiumfreie optoelektronische Materialien für einen materialeffizienten Einsatz in OLEDs“.

Bild 1: Die stolzen Preisträger des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2014. cynora wurde vertreten durch Dr. Thomas Baumann (CTO, 5. v.l.), sowie Dr. Bruno Grimm (Projektmanager, 3. v.l.). Bild: BGR / Uppenkamp

Bild 2: Der begehrte Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis 2014 wird bereits seit 2011 vergeben. Bild: BMWi

10.12.14

Pressemeldung der cynora GmbH, Bruchsal

Bereits zum vierten Mal wurde am Donnerstag im Rahmen der Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen - Erfolgreich am Markt“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis verliehen. Mit dem Preis zeichnet das BMWi, unter fachlicher Leitung der Deutschen Rohstoffagentur, Projekte aus, die sich nachhaltig für Rohstoffeffizienz einsetzen.

Die mit 10.000 Euro dotierte Kategorie „Unternehmen“ konnte dabei die cynora GmbH für sich entscheiden. Im Zuge des eingereichten Projekts ist die Entwicklung eines innovativen Herstellungsverfahren gelungen, welches es ermöglicht, teure und extrem seltene Schwermetalle in organischen Leuchtdioden (OLEDs) durch kosten- und rohstoffschonende Materialien zu ersetzen.

Ausgezeichnete Lösungen aus Forschung und Praxis

Mit dem Projekt „Platin- und Iridiumfreie optoelektronische Materialien für einen materialeffizienten Einsatz in OLEDs“ konnte sich die cynora gegen mehrere nominierte HighTech-Unternehmen durchsetzen. Bereits seit 2008 erforscht und entwickelt das Unternehmen effiziente Emitter für den Einsatz in OLED-Bauteilen. Aktuell wird cynora zu dieser Thematik vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den Verbundprojekten cyFlex und cyCESH mit 2,17 Millionen Euro gefördert.

Die neuartige OLED-Technologie zeichnet sich im Vergleich zu etablierten Technologien wie z.B. LCD, durch Vorteile wie höhere Energieeffizienz, bessere Lichtqualität und geringes Gewicht aus und gilt daher als die Zukunftstechnologie in den Bereichen Displays und Beleuchtung.

Dem Problem auf der Spur

In kommerziell erhältlichen OLED-Bauteilen werden bislang Platin und Iridium als Emittersysteme verwendet, obwohl diese Rohstoffe mit verschiedenen Nachteilen belegt sind. In einem Bericht der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2010 werden sie als „critical raw materials for the EU“ eingestuft. Das bedeutet, dass die EU über keine nennenswerten Rohstoffvorkommen verfügt und maßgeblich auf Importe angewiesen ist.

Aufgrund der großen Nachfrage in vielen HighTech-Anwendungen prognostiziert die Europäische Kommission bis zum Jahr 2030 einen erhöhten Bedarf, der die derzeitige Produktion und Förderung dieser Rohstoffe übersteigen wird. Eine sehr geringe Recyclingrate verstärkt das Problem zusätzlich.

Rohstoffeffizienz in Herstellung und Weiterverarbeitung

Mit der innovativen Singlet Harvesting Technologie der cynora GmbH könnten die genannten Hindernisse für OLEDs schon bald der Vergangenheit angehören. Dem Unternehmen ist es gelungen, Emittersysteme abseits dieser teuren und sehr begrenzt verfügbaren Rohstoffe zu entwickeln. Eine von der cynora patentrechtlich geschützte Erfindung ermöglicht es, Platin und Iridium bei ausgezeichneter Energieeffizienz durch Kupfer zu ersetzen.

Ein weiterer Vorteil der cynora-Emittersysteme ist die materialsparende Bauteilfertigung. Während für Iridium- oder Platinbasierte Systeme ein aufwendiges Vakuumverdampfungsverfahren angewendet wird, welches zudem mit einer schlechten Materialausnutzung verbunden ist, kann bei den kupferbasierten cynora-Emitter auf materialeffiziente Druckverfahren zurückgegriffen werden, ohne dabei eine geringere Bauteileffizienz in Kauf nehmen zu müssen.

Der Preis

Mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Entwicklung und die Umsetzung von rohstoff- und materialeffizienten Produkten, Prozessen, aber auch Dienstleistungen aus. In 2014 wurden vier mittelständische Unternehmen und eine Forschungseinrichtung mit jeweils 10.000 Euro prämiert.

Der Preis wurde am 4. Dezember im Rahmen einer Fachkonferenz von Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, verliehen.

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