Neues Licht kommt in Schulen gut an

Bundesministerium für Bildung und Forschung und Stadt Trier laden zum Bürgergespräch.

Bild 1: Podiumsdiskussion: PD. Dr. Dieter Kunz, Abteilung für Schlafmedizin, St. Hedwig-Krankenhaus, Berlin; Dr. Annette Roser, IREES GmbH, Karlsruhe; der Moderator Thomas Vatheuer; Dr. Frank Schlie-Roosen, BMBF, Bonn; Klauspeter Quiring, städtische Gebäudewirtschaft, Trier; Prof. Dr.-Ing. Stephan Völker, TU Berlin, Institut für Lichttechnik (v. li.), Bildnachweis: Foto: VDI TZ GmbH, Lukas Huneke; Roll-up re. im Hintergrund: fotolia.com

Bild 2: Der Berliner Schlafforscher Dr. Dieter Kunz bei seinem Impulsvortrag; Bildnachweis: Foto: VDI TZ GmbH, Lukas Huneke; Roll-up: fotolia.com

14.11.14

VDI Technologiezentrum GmbH

Die LED, das sogenannte „Neue Licht“, im Spiegel der Energiewende war das große Thema am Abend des 12. Novembers 2014 in der Bibliothek des Friedrich-Spee-Gymnasiums in Trier. Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um im Anschluss an eine Podiumsdiskussion über Chancen und Risiken der LED als Lichtquelle zu diskutieren. Eingeladen zu dem Gespräch hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der Stadt Trier.

Das Schulzentrum am Mäusheckerweg in Trier-Ehrang ist die erste Schule in Deutschland, die vollständig mit der modernen LED-Beleuchtung ausgestattet wurde. Im Zentrum des Projektes standen neben Aspekten der Energieeffizienz auch sozialwissenschaftliche Fragestellungen zur Bedeutung der Beleuchtung für eine gute, positive Lernatmosphäre. Die Stadt Trier hatte als eine von zehn Gewinnerkommunen des BMBF-Wettbewerbs „Kommunen im neuen Licht“ Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro zur Umsetzung ihres LED-Projektes erhalten. Mittlerweile gibt es rund 100 weitere Schulen in Deutschland, die dem Beispiel aus Trier folgen.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Karl-Josef Hamman erörterte die Expertenrunde die Details des neuen Lichts und seine Anwendung im kommunalen und schulischen Umfeld. Mit umfassenden Erfahrungen aus dem Projekt in Trier belegten sie anschaulich, wie sinnvoll der Umstieg auf die LED-Technik sein kann. „Es gibt nicht nur eine moralische Verpflichtung zur Energiewende. Die LED ist sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll. Dies zeigt so ein Projekt wie hier in Trier“, so Dr. Frank Schlie-Roosen, Referatsleiter im BMBF.

Fragen zur Wirkung des LED-Lichts auf das Allgemeinbefinden beantwortete der Berliner Schlafforscher Dr. Dieter Kunz in seinem Impulsvortrag „Neues Licht durch LED – Was ist das und wie beeinflusst es uns?“. „Biologisch gesehen leben wir heute in Dunkelheit. Evolutionär sind wir an die Sonne und einen natürlichen Tagesablauf angepasst. Die LED bietet jetzt erstmals die Möglichkeit, Licht so zu erzeugen, wie unser Körper es gewohnt ist und benötigt“, so Kunz.

Erste Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitstudie zu dem Projekt in Trier zeigen, dass durch die Umstellung auf LED der Energieverbrauch für die Beleuchtung um 75 Prozent reduziert werden konnte. Gleichzeitig bewerten die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal die neue Beleuchtung deutlich positiver im Vergleich zu der Alten. Lea Finkler, die Schulsprecherin des Friedrich-Spee-Gymnasiums findet dafür klare Worte: „Wir Schüler sind mit dem neuen Licht sehr zufrieden. Nix brummt mehr, nix blendet und alles ist gleichmäßig hell ausgeleuchtet.“

Nach der Podiumsdiskussion ergriffen die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit mit den Podiumsgästen in ein Gespräch über die neue Lichttechnik einzusteigen.

Zu den Podiumsgästen gehörten:

  • Klauspeter Quiring, Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft, Trier
  • Dr. Frank Schlie-Roosen, Referatsleiter Photonik/ Optische Technologien im BMBF, Bonn
  • PD. Dr. Dieter Kunz, Chefarzt der Abteilung für Schlafmedizin, St. Hedwig-Krankenhaus, Berlin
  • Prof. Dr.-Ing. Stephan Völker, TU Berlin, Institut für Energie- und Automatisierungstechnik, Fachgebiet Lichttechnik,
  • Dr. Annette Roser, Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) GmbH, Karlsruhe
  • Moderiert wurde die Veranstaltung durch den Journalisten Thomas Vatheuer.

Hintergrund

Im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung unterstützt das BMBF die großflächige Einführung der LED-Technologie in Deutschland. Zur Vorbereitung des Technologiewandels in der kommunalen Beleuchtung rief sie im Jahr 2010 zum Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“ auf. Ziel des bundesweiten Wettbewerbs war es, beispielhafte Demonstrationsprojekte zur Anwendung der LED im öffentlichen Raum zu erhalten.

Insgesamt wurden 140 Projektvorschläge eingesandt. Einer der zehn Preisträger des Wettbewerbes war die Stadt Trier mit ihrem Konzept zur vollständigen Umrüstung der Beleuchtung in einem Schulzentrum. Mittlerweile gibt es rund 100 weitere Schulen in Deutschland, die dem Beispiel aus Trier folgen.

Weitere Informationen

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