Photonische „Point of care“-Technologien für Notfallpraxis, Homecare und Um

Neue Fördermaßnahme vom BMBF veröffentlicht.

Mikroskopanordnung zur Laserfluoreszenzspektroskopie. Dabei dient das grüne Laserlicht dazu, den Zustand bestimmter Markierungsstoffe auszulesen und so Informationen über die untersuchte Gewebeprobe zu gewinnen, die normale Mikroskope nicht liefern können. © IPHT/Döring

02.05.14

VDI Technologiezentrum GmbH

Die Sicherung einer bezahlbaren Gesundheitsversorgung und einer sauberen Umwelt zählen zu den vordringlichsten Aufgaben des Staates. Diese Aufgabe wird in Zukunft noch erheblich an Bedeutung gewinnen. Gründe dafür sind die Zunahme von Volkskrankheiten u.a. aufgrund des demografischen Wandels sowie die Umweltbelastung infolge der zunehmenden Industrialisierung.

Die Forschungsaktivitäten der letzten Jahre haben gezeigt, dass Systeme, die auf photonischen Verfahren basieren, das Potenzial besitzen, Gesundheits- und Umweltdaten schnell, flexibel und genau zu erfassen. Daher ist die Photonik schon heute ein unverzichtbarer Bestandteil von Messverfahren in Medizin, Umweltanalytik, Biotechnologie und Lebensmittelkontrolle und hat in Deutschland eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung.

Viele photonische Verfahren sind erforscht und werden z.B. stationär in einzelnen Laboren erfolgreich eingesetzt. Um den Anwendungsbereich dieser Verfahren für eine Vor-Ort-Analytik zu erweitern, sind jedoch in vielen Fällen mobile, im Idealfall miniaturisierte Systeme erforderlich. Solche Systeme wären z.B. in der Notfallmedizin, in Krankenhäusern, in Arztpraxen und im Homecare-Bereich von großem Nutzen. Solche Systeme eignen sich zum flächendeckenden Umweltmonitoring beispielsweise bei der Detektion von Schadstoffen in Luft, Trink- und Abwasser sowie bei Bodenkontaminationen.

Ein wichtiger Aspekt ist die Verfügbarkeit von schnellen und sensitiven Analyseverfahren, die zeitnah zuverlässige Ergebnisse z.B. über Vitalparameter, chemische Zusammensetzungen oder die Konzentration spezifischer anorganischer oder organischer Partikel noch vor-Ort liefern.

Neben der Kombination mit Verfahren aus anderen Technologiebereichen aus der Biochemie, Nanotechnologie, Mikrofluidik und Informationstechnologie, eröffnet die Miniaturisierung von aktiven und passiven Komponenten sowie die Automatisierung von Verfahren der photonisch basierten Vor-Ort-Analytik neue Anwendungsfelder und liefert die technologischen Grundlagen, entsprechende Systeme kostengünstig herzustellen.

Um das Potenzial dieser Verfahren besser auszuschöpfen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 2. Mai 2014 Richtlinien zur Förderung der „Vor-Ort-Analytik mit photonischen Verfahren für den Einsatz in den Lebenswissenschaften“ veröffentlicht. Damit sollen anwendungsorientierte Forschungsaktivitäten, die den Transfer vom Labor in die Anwendungsbereiche beschleunigen, und Arbeiten zu neuen und verbesserten Lösungen gegenwärtiger und künftiger Problemstellungen in den Bereichen Medizin, Umwelt- und Lebensmittelanalytik sowie Biotechnologie unterstützt werden.

Skizzen können vom 02. 05. 2014 bis zum 31.07.2014 beim Projektträger VDI Technologiezentrum GmbH eingereicht werden. Skizzen-Vorlagen finden Sie unter photonikforschung.de/skizzen. Bitte achten Sie auf die Vorgaben der BMBF-Bekanntmachung.

Ansprechpartner

VDI Technologiezentrum GmbH
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf

Für den Bereich Biophotonik:

Dr. Hasan Kar
Tel.: 02 11 / 62 14 – 453
Fax: 02 11 / 62 14 – 159
kar@vdi.de

Für den Bereich Sensorik / Analytik:

Martin Sellhorst
Tel.: 02 11 / 62 14 – 579
Fax: 02 11 / 62 14 – 159
sellhorst@vdi.de

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