Jahrestagung Ultrakurzpulslaser für die hochpräzise Bearbeitung

Ultrakurze Laserpulse aus Deutschland weltweit erfolgreich dank BMBF-Verbundförderung.

In seinem Grußwort betonte Dr. Baier insbesondere das die langjährige und enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und den potenziellen Anwendern der Technologie, Deutschland zur Nummer Eins auf dem Gebiet der UKP-Technologie gemacht hat.

19.11.13

VDI Technologiezentrum GmbH

Ultrakurze Laserpulse (UKP) sind auf breiter Front in der industriellen Serienfertigung angekommen. Vom Smartphone über medizinische Gefäßimplantate bis hin zu spritsparenden Einspritzdüsen – in vielen Bereichen spielt der Ultrakurzpulslaser bereits heute seine Stärken aus. Die Grundlage für diesen erfolgreichen Technologietransfer wurde durch die Förderinitiative Femtonik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geschaffen.

Inzwischen arbeiten Forscher aus Wissenschaft und Industrie bereits an der nächsten Generation Ultrakurzpulslaser. Unterstützt werden diese Arbeiten durch das BMBF mit insgesamt neuen Verbundprojekten, die im Rahmen der Initiative „Ultrakurzpulslaser für die hochpräzise Bearbeitung“ gefördert werden.

Am 18. November 2013 kamen in Jena Vertreter dieser Forschungsprojekte zur Halbzeittagung des Projektverbands Ultrakurzpulslaser zusammen, um sich über ihre bisherigen Ergebnisse in den Bereichen Komponenten, Strahlquellen, Systemtechnik und Anwendungen auszutauschen.

In seinem Grußwort betonte Dr. Jörg Baier (VDI Technologiezentrum GmbH, Projektträger des Bundesministeriums für Bildung und Forschung), dass es vor allem die langjährige enge Zusammenarbeit von Unternehmen der Lasertechnik mit Forschungseinrichtungen und den potenziellen Anwendern der Technologie war, die Deutschland zur Nummer Eins auf dem Gebiet der UKP-Technologie gemacht hat. Unterstützt wird der Auf- und Ausbau solch wertvoller Kooperationen durch die Förderung der Verbundforschung des BMBF.

Tür zur Nutzung von kW-Ultrakurzpulslasern in der Industrie aufgestoßen

Auf dem Weg zu Ultrakurzpulslasern der nächsten Generation sind die Forscher dabei bereits ein gutes Stück voran gekommen. Während in verschiedenen Laboren bereits Ausgangsleistungen von einem Kilowatt und mehr demonstriert werden konnten, rücken inzwischen solche Strahlquellen auch für den industriellen Einsatz in greifbare Nähe. Fortschritte bei der Systemtechnik sorgen dafür, dass diese gesteigerten Ausgangsleistungen auch in eine höhere Produktivität umgesetzt werden können.

Die Initiative “Ultrakurzpulslaser für die hochpräzise Bearbeitung“ ist Teil des Förderprogramms „Photonik Forschung Deutschland“. Die neun Verbünde sind in den Jahren 2011 und 2012 gestartet und laufen in der Regel über einen Zeitraum von drei Jahren. Das BMBF stellt für die Forschungsarbeiten im Rahmen der Förderinitiative rund 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Die BMBF-Verbundprojekte leisten revolutionäre Arbeit auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung von Ultrakurzpulslasern. Sie tragen dazu bei, dass die Laser mit den unvorstellbar kurzen Lichtpulsen ihren Weg vom Labor in die Fabriken der Welt antreten und dort dank ihrer besonderen Eigenschaften völlig neue Produktionsmöglichkeiten eröffnen.

Durch die kurzen Pulsdauern von nur wenigen Pikosekunden oder gar Femtosekunden (1 Femtosekunde = 0,000 000 000 000 001 Sekunden) arbeiten diese Laser extrem genau, ohne das umliegende Material zu schädigen. Die neuen Möglichkeiten, verschiedenste, teilweise auch sehr empfindliche Materialien mit Lasern hochpräzise und effektiv zu bearbeiten, machen den UKP-Laser immer mehr zu einem unverzichtbaren Werkzeug in der Produktion.

Ein schönes Beispiel für die gelungene und nachhaltige Förderung durch das BMBF ist die enge Zusammenarbeit der Firmen Bosch und Trumpf mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Ergebnisse dieser gemeinsamen Forschungsanstrengungen zur Überführung des Ultrakurzpulslasers aus dem Labor in die industrielle Serienfertigung sind für den diesjährigen „Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten“ nominiert. Einer der Nominierten, Prof. Dr. Stefan Nolte von der Universität Jena, koordiniert im Auftrag des BMBF den Projektverband Ultrakurzpulslaser. Alle drei setzen ihre enge Kooperation auch in aktuell durch das BMBF geförderten Projekten fort.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Stefan Nolte
(Koordinator des Projektverbands)
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Angewandte Physik
Tel.: +49 (0) 3641 / 947820
info@ukp-laser.de

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