EduFab – Vom Schüler zum Produzenten

BMBF-Projekt EduFab entwickelt didaktisches Konzept für den Einsatz moderner Fertigungsverfahren im schulischen Kontext/ Lasercutter, 3D- Laserscanner und Laser-3D-Drucker bringen Schülern die Photonik näher.

Bild 1: Ein Berufsschüler aus Oldenburg testet seinen selbst gebauten 3D-Lasercanner (Bild © VDI Technologiezentrum).

Bild 2: Vom LED-Männchen bis hin zum eigenen 3D-Drucker – in FabLabs kann jeder Technik- und Elektronikbegeisterte sein Projekt realisieren (Bild © VDI Technologiezentrum).

06.11.13

VDI Technologiezentrum GmbH

FabLabs (engl. für „Fabrication Laboratories“) sind Einrichtungen, die kleinen Gruppen und Einzelpersonen den Zugang zu High-Tech-Produktionstechnologien wie CNC-Fräsen, Lasercutter, 3D-Scanner und 3D-Drucker ermöglichen. Sie ermöglichen damit die schnelle und einfache Herstellung individueller Produkte (Rapid Manufacturing) für jede(n).

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert nun im Rahmen der Initiative „Wissenschaftliche Vorprojekte“ das Projekt „EduFab“, in dem die Potenziale von FabLab-Technologien für den Lernkontext grundlegend untersucht werden. Wesentliche Aspekte dabei sind die Überführung realer Objekte in digitale Daten (v. a. 3D-Scan) und wiederum der Transfer von digitalen Daten in reale Objekte (u. a. Lasercutter und 3D-Druck).

Kernelement des Projekts ist ein didaktisches Konzept, das sowohl die Erstellung digitaler Modelle (Konstruktionssoftware oder 3D-Scanning) praktisch erläutert als auch die Funktionsweise und Bedienung der Maschinen (2D- oder 3D-Werkzeuge) erklärt.

Das Konzept soll ein gutes Verständnis der zu Grunde liegenden Modelle und Arbeitsschritte ermöglichen. Weiterhin wird ein spezielles EduFab-Kit entwickelt, das die Werkzeuge und Beispielanleitungen beinhaltet, mit denen Schüler/innen und Lehrer/innen konkrete Anwendungen erarbeiten können.

So sollen die Schüler/innen moderne Produktionstechnologien kennenlernen und selbst kreativ nutzen. Unterstützt wird dies durch zusätzliche Kreativ-Workshops z. B. im Rahmen schulischer Projekttage. In diese Workshops werden auch FabLabs in anderen Ländern (Groningen, NL, und Stanford, USA) z. B. in Form abgestimmter Videokonferenzen eingebunden. Für die am Projekt beteiligten Schüler/innen werden so auch unmittelbar andere Kulturen sowie zeitgemäße Kommunikationsformen unmittelbar erfahrbar.

Das EduFab-Projekt ist am 01. November 2013 an der Universität Bremen gestartet und wird in einem Zeitraum von zwei Jahren vom BMBF mit 344.000 Euro gefördert.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Heidi Schelhowe
Universität Bremen
Fachbereich 3 Informatik, dimeb
Bibliothekstraße 1
28359 Bremen
Tel.: +49 421-218-64371
e-Mail: schelhow@tzi.de  

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