Überzeugendes Ergebnis für innovative LED-Ausstellungsbeleuchtung im Lenbachhaus

Kulturausschuss gibt Zustimmung für Gewinnerprojekt der Stadt München aus dem BMBF-Wettbewerb “Kommunen in neuem Licht”.

31.03.11

Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Der Kulturausschuss des Stadtrats hat in seiner heutigen Sitzung der Realisierung der musealen Beleuchtung mit innovativer LED-Technologie in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus zugestimmt. Die Stadt München hat auf Initiative der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und des Baureferats eine für den Museumsbereich wegweisende Ausstellungsbeleuchtung entwickelt: Künstliche Beleuchtung, die sich kaum vom Tageslicht unterscheidet, die konservatorischen Anforderungen in höchstem Maß erfüllt und neue Gestaltungsmöglichkeiten durch variable Lichtfarben eröffnet. Damit wird das Lenbachhaus nach der Generalsanierung und Erweiterung in seinen Ausstellungsräumen neue Qualitätsstandards für die museale Beleuchtung in Kunstmuseen setzen. Es ist deutschlandweit das erste Museum, das die zukunftsweisende LED (Lichtemittierende Dioden)-Technologie so umfassend einsetzen wird.

Bei der neu entwickelten LED-Beleuchtung ist das Licht von hoher Gleichmäßigkeit und beste Farbwiedergabe gewährleistet. Ohne Umbau der Beleuchtungsanlage und Wechsel der Leuchtmittel kann je nach Situation die Farbtemperatur und Helligkeit angepasst werden. Damit wird es in Zukunft möglich sein, bei
der Ausstellungsgestaltung neue Wege zu beschreiten. Die Exponate werden so gut wie keiner UV-Strahlung mehr ausgesetzt und können dem Betrachter in einer dem Tageslicht vergleichbaren Beleuchtungsstärke gezeigt werden. Dies ist für die optimale Präsentation der wertvollen Kunstobjekte des Lenbachhauses von großer Bedeutung. Vor allem bei der Ausstellung von Graphiken musste bisher das Licht stark gedimmt werden - das ist in Zukunft anders und lässt die Kunstwerke tatsächlich “in neuem Licht” erscheinen. Für LED spricht auch der geringe Energieverbrauch bei gleichzeitig langer Lebensdauer. Im Museumsbereich wird mit einer Einsatzzeit von 50.000 Betriebsstunden gerechnet, das ist etwa vierzehn Mal so lang wie bei Leuchtstoffröhren, die bereits nach ca. 3.000 bis 4.000 Stunden Farbveränderungen aufweisen und daher in Ausstellungsräumen nicht mehr eingesetzt werden können.

In der Planungsphase der individuell für diesen Einsatzzweck gefertigten LED-Leuchten wurde das Lenbachhaus vom Münchner Lichtkünstler Dietmar Tanterl beraten. Das Projekt kann durch eine maßgebliche Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Höhe von 2 Mio. Euro im Rahmen des Wettbewerbs „Kommunen in neuem Licht“ aus dem Förderprogramm „Optische Technologien“ und mit großzügiger finanzieller Unterstützung durch den Förderverein Lenbachhaus in ähnlicher Höhe realisiert werden. Damit bleiben die städtischen Ausgaben für dieses innovative System innerhalb des Kostenrahmens, der für eine konventionelle Beleuchtung bei der Generalsanierung und Erweiterung des Lenbachhauses veranschlagt war.

Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers:
“Die neuartige Ausstellungsbeleuchtung ist ein Meilenstein für die Städtische Galerie im Lenbachhaus. Sie ist Ausdruck auch einer technischen Zukunftsfähigkeit, die die Sammlung im wahrsten Sinn des Wortes in einem neuen Licht erscheinen lässt. Dass wir im Wettbewerb 'Kommunen in neuem Licht' für ein Kulturbauvorhaben ausgezeichnet wurden, hat alle Beteiligten sehr gefreut. Die großzügige Mittelzusage des Fördervereins Lenbachhaus zeigt darüber hinaus den Rückhalt, den sinnvolle Investitionen der Landeshauptstadt München durch bürgerschaftliches Engagement erfahren. Die umfassenden Test in der Entwicklungsphase haben unseren Mut zur Innovation belohnt – die Ergebnisse sind hervorragend und werden neue Maßstäbe im Museumsbetrieb setzen.”

Baureferentin Rosemarie Hingerl:
“Mit dieser LED-Beleuchtung haben wir technologisches Neuland betreten. Aber unsere Entwicklungsarbeit gemeinsam mit dem Kooperationspartner hat sich gelohnt. In Musterräumen haben wir die Lichtsysteme entsprechend den künftigen Raumsituationen real nachgebildet. Es war uns wichtig, die technische Qualität und eine einwandfreie Funktion für den Museumsbetrieb belastbar zu testen. Viele Spezialisten haben die Musterbeleuchtung daraufhin geprüft – mit überzeugenden Ergebnissen. Der natürliche Lichteindruck und die besondere farbgenaue Wiedergabe ermöglichen künftig eine hervorragende, uneingeschränkte Wahrnehmung des ausgestellten Sammlungsguts.”

Weitere Informationen
Pressestelle des Kulturreferats München
Telefon: 089/233 26005
Mail: presse.kulturreferat@muenchen.de 

Sonderseite zur LED-Technologie im Lenbachhaus

www.kommunen-in-neuem-licht.de Internetseite zum BMBF-Wettbewerb mit Kurzinformationen zu allen Gewinnerprojekten 

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