Neuer Effizienzrekord für organische Solarzellen

Erfolgreiches Ergebnis aus BMBF-Forschungsprojekten: Die Heliatek GmbH vermeldet unabhängig bestätigten Wirkungsgrad von 8,3 %.

Zukünftige organische Solarzellen: biegsam und dünn wie eine Plastikfolie sollen sie Marktnischen erobern wie z. B. als Energieversorger für elektronische Geräte wie Mobiltelefone oder Laptops (Bildquelle: Heliatek GmbH).

15.10.10

Heliatek GmbH

Der Heliatek GmbH, Dresden, ist im Rahmen ihrer Entwicklungsarbeiten in Kooperation mit dem Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) der TU Dresden erneut ein Effizienzrekord für organische Solarzellen (OPV) gelungen: mit einem von Heliatek gemessenen und vom Fraunhofer ISE Callab (Freiburg) unabhängig bestätigten Wirkungsgrad von 8,3 % auf einer aktiven Fläche von 1,1 cm2 wurde ein neuer, weltweiter Rekordwert für organische Solarzellen (OPV) erreicht. Dieser Wert ist nicht nur von wissenschaftlicher, sondern auch von höchster praktischer Relevanz, da die Abmessungen der Rekordzelle der Zellbreite eines in Vorbereitung befindlichen PV-Moduls entsprechen. Somit weist die Rekordzelle alle Eigenschaften und Verhaltensweisen eines späteren Produkts auf, da die einzelnen Zellstreifen ähnlich zu anderen Dünnschichttechnologien seriell miteinander verschaltet werden. Des Weiteren können alle verwendeten Materialien kostengünstig hergestellt und als photoaktive Schicht in der Heliatek Vakuum-Produktionsanlage effizient verarbeitet werden.

Die Heliatek-Technologie basiert auf der thermischen Abscheidung organischer Moleküle im Vakuum. Produktionsprozesse im Vakuum sind aus der Halbleiterindustrie als sehr stabil und kostengünstig bekannt. „Mit der neuen Rekordeffizienz für die organischen Solarzellen aus kleinen Molekülen haben wir es geschafft, die organische Photovoltaik auf Augenhöhe zu anderen Dünnschichttechnologien zu heben und im Labor die typischerweise für amorphes Silizium in der Produktion erreichten Zell-Effizienzen zu übertreffen. Gleichzeitig konnten wir die Verarbeitbarkeit der durch Heliatek selbstentwickelten Absorbermoleküle nachweisen. Wir sind uns sicher, mit diesem Schritt einen weiteren Meilenstein in der weltweiten Entwicklung von preisgünstigen und effizienten Solarmodulen gesetzt zu haben“ so Heliateks CTO Dr. Martin Pfeiffer.

Thomas Körner, VP Sales, Marketing und Business Development von Heliatek: „Wir bereiten aktuell in Dresden den Aufbau der ersten OPV-Produktionslinie und damit die kommerzielle Nutzung auf Basis der von Heliatek patentierten p-i-n Tandemtechnologie der Organischen Photovoltaik vor. Der erreichte Effizienzrekord ist eine hervorragende Basis für verschiedene Anwendungsbereiche wie zum Beispiel für mobile elektronische Systeme oder Foliendachsysteme für Leichtbauflachdächer und schafft damit die Grundlage für den künftigen Erfolg von Heliatek als Anbieter innovativer, leichter und langlebiger organischer PV-Module auf flexiblen Substraten. Die ersten Produkte sollen voraussichtlich Anfang 2012 auf den Markt kommen“.

Die neusten Ergebnisse der Rekordzelle beruhen auf den bisherigen Errungenschaften gleich mehrerer Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Europäischen Union sowie des Freistaats Sachsen gefördert werden. Vom BMBF werden die Forschungsarbeiten in den Verbundprojekten „OPEG - Organische Photovoltaik zur integrierbaren Energieversorgung“ und „OPA – Organische Photovoltaik für mobile Anwendungen“ unterstützt.

Kontakt:
Frau Jana Rothe
Treidlerstraße 3
01139 Dresden
contact@heliatek.com

Dr. Moritz Riede (moritz.riede@iapp.de ),
Prof. Dr. Karl Leo (karl.leo@iapp.de )
Institut für Angewandte Photophysik
Technische Universität Dresden
01069 Dresden

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