BMBF Initiative Make Light - Photonik selber machen

Photonik möglichst vielen technikaffinen Privatpersonen näherbringen – so lautet das Ziel von Make Light, der Open Photonics Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Durch die Erfahrung „selber machen“ sollen sie ihren eigenen kreativen Zugang zur Zukunftstechnologie Photonik finden. Dieses Ziel ist im Förderprogramm „Photonik Forschung Deutschland“ verankert. Desweiteren möchte die Initiative neue Partner für die Photonik gewinnen, die dazu beitragen, dass Open Innovation Prozesse bei etablierten Unternehmen der Photonik-Branche angestoßen werden.

Logo Make Light
Teilnehmer aus der FabLab- und Hackspace-Szene auf dem ersten Photonik Camp im September 2012 im Fachbereich Informatik der RWTH Aachen, © VDI Technologiezentrum GmbH
Make Light 3D-Laserscanner Workshop, am 30 Januar 2013: Zwei Schüler der Berufsschule Oldenburg bei Lötarbeiten, © VDI Technologiezentrum GmbH

Selbst Produzieren statt Konsumieren, so heißt die Devise: Die Maker-Szene gewinnt weltweit immer mehr Anhänger. Diese Entwicklung ist u. a. der flächendeckenden Nutzung sozialer Netzwerke und Einbindungsmöglichkeit digitaler Medien z. B. Fotos und Videos in die Kommunikation, zu verdanken. So kann heute nahezu jeder sein Projekt mit anderen teilen.

Der einfache Zugang zu preisgünstigen, digitalen Produktionstechnologien wie beispielsweise 3D-Druckern, 3D-Scannern oder Lasercuttern und offenen Soft- und Hardware Technologieplattformen wie beispielsweise Arduino macht bisher Unmögliches möglich.

Mehr und mehr Technikbegeisterte – unter ihnen Schüler, Studierende, Designer und Entwickler – beschäftigen sich in ihrer Freizeit oder beruflich mit der Verwirklichung einfachster Hobbyprojekte bis hin zu hoch innovativen Eigenbauprojekten. Bis heute ist diese Szene jedoch weitestgehend unorganisiert. Trotzdem sind erste Strukturen erkennbar. So bieten „FabLabs“ und „Hackerspaces“ als offene Werkstätten jedermann Zugang zu technischer Ausstattung und technischem Know-how. Gleichzeitig sind sie Austauschstätte für Ideen und Entstehungsort für so manches neue Projekt.

„Die Make Light Initiative möchte diese Entwicklung im Bereich der Photonik weiter unterstützen und junge Menschen inspirieren, um in diesem Anwendungsbereich eine moderne Hightech-DIY-Bewegung auszulösen“, so Dr. Frank Schlie-Roosen, Referatsleiter „Photonik, Optische Technologien“ im BMBF.

Zu den Elementen der Initiative gehören:

  • PhotonikCamps: Maker-Szene für die Photonik gewinnen

    Im Rahmen der Initiative sind regelmäßig Photonik-Camps für Interessierte aus der deutschen Maker-Szene in FabLabs geplant. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, während der Camps ihre Projektideen zu diskutieren. Erste Camps fanden im September 2012 und Januar 2013 am FabLab Aachen statt.
  • Make Light Workshops: Public Understanding of Photonics

    Mit Make Light fördert das BMBF innovative Workshop-Konzepte aus der Maker-Szene, die der Öffentlichkeit Photonik durch eigene praktische Erfahrung näher bringen. Beispiele dafür sind die Workshops „LED-Winkdings“ für Kinder vom FabLab München im November 2012 und „transferring light into things“ im Januar 2013 an einer Berufsschule in Oldenburg.
  • Maker Faire: Photonik auf szenetypischen Veranstaltungen

    Die Präsenz von Make Light auf Veranstaltungen, insbesondere auf der Maker Faire Hannover soll für die junge Technologie Photonik begeistern und ihre Sichtbarkeit erhöhen. Geplant sind Aktionen, Make Light Stände, Exponate und Workshops. 

  • Make Light-Projekte: Open Innovation für die Photonik-Branche

    Langfristig sollen neue Partner in der Maker-Szene und der interdisziplinären Forschung für die Photonik-Branche gewonnen werden.

    Make Light hat die Vision, dass Forscher- und Maker-Welt näher zusammenwachsen und daraus neue Impulse für photonische Anwendungen entstehen. „Damit wollen wir auch neue Wege in der Forschung anstoßen“, so Schlie-Roosen.

  • Soziale Medien als Kommunikationskanal

    Wesentliches Merkmal dieser Open Innovation Initiative ist ihre starke Verknüpfung mit sozialen Prozessen und Medien. Nur so lässt sich ein Kommunikationsfluss zur Zielgruppe als auch untereinander ermöglichen und aufbauen.

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