Fördermaßnahme des BMBF im Rahmen des transnationalen Förderwettbewerbs „QuantERA“

Einreichungsfrist: 15. März 2017, 17.00 Uhr MEZ

QuantERA ist eine länderübergreifende Bekanntmachung von Richtlinien zur Förderung von anwendungsorientierten Forschungsvorhaben im Bereich der Quantentechnologien, welche am 16. Januar 2017 auf der QuantERA-Internetseite unter http://www.quantera.eu veröffentlicht wurde.

Die Auswahl und Förderung von Forschungsvorhaben auf der Grundlage dieser Bekanntmachung wird in Form eines Förderwettbewerbs gemeinsam von den beteiligten nationalen und regionalen Fördergebern („QuantERA Zuwendungsgeber“) durchgeführt. Der Wettbewerb ist offen für Teilnehmer aus den beteiligten Ländern: Deutschland, Österreich, Belgien, Bulgarien, Schweiz, Tschechien, Dänemark, Spanien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Irland, Israel, Italien, Lettland, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Schweden, der Türkei und dem Vereinigten Königreich. Organisationen, die keine Förderung durch die QuantERA Zuwendungsgeber beantragen, können als Konsortialpartner teilnehmen, sofern sie nachweisen, dass die Finanzierung ihrer Teilnahme gesichert ist. Für Koordinatoren ist eine Förderung durch einen QuantERA Zuwendungsgeber jedoch zwingend erforderlich.

Der Förderwettbewerb wird in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt. Voraussetzung für die Einreichung eines Full Proposals (in Stufe 2) ist die ordnungsgemäße Einreichung einer Projektskizze (Pre-Proposal in Stufe 1) bis zum 15. März 2017, 17.00 Uhr MEZ (Ausschlussfrist) sowie deren positive Begutachtung durch die QuantERA Zuwendungsgeber und ihre Beauftragten.
Eine Teilnahme am Förderwettbewerb kann ausschließlich über das elektronische Einreichungssystem (ESS) erfolgen, welches etwa ab Mitte Februar 2017 über die Internetseite http://www.quantera.eu/co-funded-call/call-2017 erreicht werden kann.  Hier finden sich bereits jetzt weitere Informationen sowie die erforderlichen Formulare zum Herunterladen.

QuantERA wird durch das Generaldirektorat CNECT der europäischen Kommission im Rahmen einer ERA-NET Cofund Maßnahme mitfinanziert. Nähere Informationen zu ERA-NET Cofund unter https://www.era-learn.eu/manuals-tools/p2p-in-h2020.

1. Gegenstand der Förderung

Gefördert werden sollen transnationale Verbundprojekte, die einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Standes von Wissenschaft, Forschung und Technik auf einem oder mehreren der folgenden Gebiete leisten:

1. Quantenkommunikation
2. Quantensimulation
3. Quantenrechnung  (“quantum computation”)
4. Quanteninformatik (“quantum information sciences”)
5. Quanten-Messtechnik und -Bildgebung (“quantum metrology sensing and imaging”)
6. Neuartige Ideen und Anwendungen in Quantenwissenschaft und -technologie

2. Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Themenfeld „Quatentechnologie“ im Rahmen der Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Zugleich dient die Fördermaßnahme der Vorbereitung des geplanten europäischen 1-Milliarde Euro-Programms zur Quantentechnologie (QUTE-F), an dem sich auch das BMBF beteiligen wird.

Die beteiligten Fördergeber stellen im Rahmen dieses Wettbewerbs für die Förderung zukunftsweisender transnationaler Forschungsprojekte insgesamt bis zu 34 Millionen Euro zur Verfügung, davon bis zu 4 Millionen Euro für deutsche Projektteilnehmer durch das BMBF. Durch die länderübergreifende Zusammenführung von Fördermitteln wird die effizientere Nutzung von Forschungspotenzialen und -ressourcen in den beteiligten Ländern angestrebt.

Der Bund gewährt die Zuwendungen nach Maßgabe der QuantERA-Richtlinien, der §§ 23 und 44 Bundeshaushaltsordnung (BHO) und den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften (VV) sowie der „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis (AZA)“ und/oder der „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Kostenbasis (AZK)“ des BMBF. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Bewilligungsbehörde entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Eingereichte Projektvorschläge stehen untereinander im Wettbewerb.
Bei der Prüfung einer FuEuI-Beihilfe für einen Beihilfeempfänger, der einer Rückforderungsanforderung aufgrund eines früheren Beschlusses der Kommission zur Feststellung der Rechtswidrigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nachzukommen hat, wird die Kommission den noch zurückzufordernden Betrag der Beihilfe berücksichtigen.

3. Teilnahme- und Zuwendungsbedingungen

3.1 Internationale Beteiligungsregeln

Die Bekanntmachung richtet sich an Teilnehmer aus Deutschland,
Österreich, Belgien, Bulgarien, Schweiz, Tschechien, Dänemark, Spanien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Irland, Israel, Italien, Lettland, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Schweden, der Türkei und dem Vereinigten Königreich. Organisationen, die keine Förderung durch die QuantERA Zuwendungsgeber beantragen, können als Konsortialpartner teilnehmen, sofern sie nachweisen, dass die Finanzierung ihrer Teilnahme gesichert ist. Für Koordinatoren ist eine Förderung durch einen QuantERA Zuwendungsgeber jedoch zwingend erforderlich.Um als teilnahmeberechtigt eingestuft und zur zweiten Stufe zugelassen zu werden, müssen die Projektvorschläge und die Konsortien die folgenden allgemeinen Kriterien erfüllen:

  • Projektvorschläge müssen (mindestens) eines der in Abschnitt 1 genannten Forschungsgebiete adressieren.
  • Projektvorschläge müssen vollständig in allen Teilen jeweils vor Ablauf der genannten Fristen eingereicht werden.
  • Die im Rahmen des transnationalen Auswahlverfahren einzureichenden Dokumente (Projektskizze/„pre-proposal“, ausführliche Projektskizze/„full proposal“) sind in englischer Sprache zu verfassen. (Hinweis: Der förmliche Antrag auf BMBF-Förderung muss in deutscher Sprache verfasst sein. Dieser ist nur nach Aufforderung durch den vom BMBF beauftragten Projektträger einzureichen. Englische Dokumente können Bestandteil oder Anlage des Antrags sein.)
  • Mindestens drei unabhängige Partner/Organisationen, die Fördermittel von QuantERA Zuwendungsgebern aus mindestens drei der beteiligten Länder (s. o.) beantragen, müssen dem Konsortium angehören.
  • Alle teilnehmenden Partner eines Landes dürfen zusammen nicht mehr als 60% der insgesamt von einem Konsortium beantragten Fördermittel  beanspruchen. 
  • Nicht mehr als 40% der insgesamt von einem Konsortium beantragten Fördermittel  dürfen auf eine einzelne Organisation entfallen.
  • Die Projektlaufzeit muss entweder 24 oder 36 Monaten betragen.
  • Die Übernahme der Verbundkoordination für mehr als einen Projektvorschlag durch ein und dieselbe Person ist nicht zulässig.


Zudem müssen die Projektvorschläge und die beteiligten Konsortialpartner den jeweils geltenden nationalen bzw. regionalen Beteiligungsregeln (siehe Ausschreibungsunterlagen zum Transnationalen Call auf  http://www.quantera.eu/co-funded-call/call-2017) entsprechen. Konsortien sind gemeinschaftlich verpflichtet sicherzustellen, dass sie alle vorgeschriebenen Informationen und Unterlagen vollständig und fristgerecht einreichen. 

3.2 Zusätzliche Regeln für Antragsteller aus Deutschland

Für Antragsteller/Projektteilnehmer aus Deutschland, die Fördermittel vom BMBF beantragen, gelten zusätzlich die im Folgenden dargestellten Teilnahme- und Zuwendungsvoraussetzungen.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die zum Zeitpunkt der Zuwendungsbewilligung einen Sitz in Deutschland haben. Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben beziehungsweise Kosten bewilligt werden.

Voraussetzung für die Förderung ist das Zusammenwirken mehrerer unabhängiger Partner zur Lösung gemeinsamer FuE-Aufgaben (Verbundprojekte). Die Partner eines Verbundprojekts regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung. Vor der Förderentscheidung über ein Verbundprojekt muss eine grundsätzliche Übereinkunft über bestimmte vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden.

Einzelheiten sind dem „Merkblatt für Antragsteller/Zuwendungsempfänger zur Zusammenarbeit der Partner von Verbundprojekten“, das von Antragstellern und Zuwendungsempfängern zu beachten ist, zu entnehmen (BMBF-Vordruck Nr. 0110, Fundstelle:
https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?uswahl=easy_formulare
Bereich BMBF ⇒ Allgemeine Vordrucke und Vorlagen für Berichte).

Mindestens 50 % der zuwendungsfähigen Projektkosten bzw. -ausgaben eines jeden deutschen Teilnehmers müssen in Personalkosten/-ausgaben bestehen.

Sofern ein oder mehrere deutsche Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft Partner des Verbundes sind, muss aus dem Projektvorschlag hervorgehen, wie die anschließende Anwendung und wirtschaftliche Verwertung der Projektergebnisse erfolgen soll (Verwertungsplan).

3.3  Art und Umfang der Zuwendungen durch das BMBF

Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.
 
Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 % anteilfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung der Unternehmen – grundsätzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten - vorausgesetzt.

Die Bemessung der jeweiligen Förderquote muss den Unionsrahmen der EU-Kommission für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI-Beihilfen) berücksichtigen. Dieser Unionsrahmen lässt für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) differenzierte Aufschläge zu, die ggf. zu einer höheren Förderquote führen können – in der Regel 10 % der zuwendungsfähigen Kosten. Es kommt die KMU-Definition der Europäischen Kommission vom 06.05.2003 zur Anwendung. (BMBF-Vordruck Nr. 0119 im Förderportal – s. o.).

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren – HZ – und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 % gefördert werden können. Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

3.4 Nebenbestimmungen

Bestandteil eines Zuwendungsbescheides auf Kostenbasis werden grundsätzlich die Nebenbestimmungen für Zuwendungen auf Kostenbasis des BMBF an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft für FuE-Vorhaben (NKBF 98). Zur Vereinfachung des Förderverfahrens besteht für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft die Möglichkeit, nach Nummer 5.6 NKBF 98 die pauschalierte Abrechnung mit einem pauschalen Zuschlag von 120 % auf die Personaleinzelkosten zu beantragen.

Bestandteil eines Zuwendungsbescheids auf Ausgabenbasis werden die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) und die Besonderen Nebenbestimmungen für Zuwendungen des BMBF zur Projektförderung auf Ausgabenbasis (BNBest-BMBF 98) sowie die Besonderen Nebenbestimmungen für den Abruf von Zuwendungen im mittelbaren Abrufverfahren im Geschäftsbereich des BMBF (BNBest-mittelbarer Abruf-BMBF), sofern die Zuwendungsmittel im sogenannten Abrufverfahren bereitgestellt werden.
 
Berichtspflichten der einzelnen Zuwendungsempfänger richten sich nach den jeweils geltenden nationalen Bestimmungen. Darüber hinaus muss der Projektkoordinator in Vertretung des gesamten FuE-Verbundes einen Zwischenbericht zur Halbzeit des Vorhabens sowie einen Abschlussbericht zum Ende des Vorhabens vorlegen – beide jeweils in englischer Sprache.

Zudem wird von den Zuwendungsnehmern erwartet, dass sie sich an Statusseminaren oder zentralen Treffen zum Austausch zwischen den Verbundpartnern aller QuantERA-Projekte beteiligen und über den Stand der Projekte berichten.

4. Verfahren

Eine Teilnahme am Förderwettbewerb kann ausschließlich über das elektronische Einreichungssystem (ESS) erfolgen, welches etwa ab Mitte Februar 2017 über die Internetseite http://www.quantera.eu/co-funded-call/call-2017 erreicht werden kann.  Hier finden sich bereits jetzt weitere Informationen sowie die erforderlichen Formulare zum Herunterladen.

Der Förderwettbewerb wird in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt. Voraussetzung für die Einreichung eines Full Proposals (in Stufe 2) ist die ordnungsgemäße Einreichung einer Projektskizze (Pre-Proposal in Stufe 1) sowie deren positive Begutachtung durch die QuantERA Zuwendungsgeber und ihre Beauftragten.

Ausschlussfrist für Projektskizzen (1. Stufe) ist der 15. März 2017 (17.00 Uhr MEZ).
Ausschlussfrist für Full Proposals (2. Stufe) ist der 30. Juni 2017 (17.00 Uhr MEZ).

Die spezifischen Teilnahmebedingungen der beteiligten Länder können dem gemeinsamen englischen Bekanntmachungstext entnommen werden. Dieser ist erhältlich im Internet unter  http://www.quantera.eu  oder vom Projektträger.

Die formale Bewilligung gegenüber den einzelnen Zuwendungsempfängern erfolgt durch die jeweiligen nationalen/regionalen Zuwendungsgeber in Übereinstimmung mit nationalem bzw. regionalem Recht.

Entscheidung und Rückmeldung an die Antragsteller erfolgt (ab) Oktober 2017, der Start der FuE-Projekte Anfang 2018 wird angestrebt.
Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme von deutscher Seite hat das BMBF den folgenden Projektträger (PT) beauftragt:

VDI Technologiezentrum GmbH
- Projektträger für BMBF-Referat /513 Quantentechnologien; Photonik -
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
Ansprechpartner: Sebastian Krug
Telefon: +49-211-6214-472
E-Mail:
krug@vdi.de

Es wird empfohlen, zur Antragsberatung mit dem Projektträger Kontakt aufzunehmen. Weitere Auskünfte, Informationen und Erläuterungen sind dort erhältlich.

Fußzeile

  • ResearchGATE's
  • Mister Wong
  • LinkaARENA
  • google.com
  • Webnews
  • YiggIt
  • Folkd