
Die Neugier dominiert die Kinderwelt. Kinder erforschen vom ersten Tag ihres Lebens ihre Umgebung und bilden so ihre Sinne und ihr Verständnis von den Dingen und Phänomenen aus. Ihr Verhalten ist noch geprägt durch eine ungebremste Wissbegierde, die später in den zahllosen „Warum-Fragen” zum Ausdruck kommt.
In keinem Alter sind Kinder aufnahmefähiger und lernbegieriger als zwischen fünf und elf Jahren, intellektuell zählen Kindergarten und Grundschule zur besten Zeit des Lebens. Hier trifft man bei Kindern auch auf eine besonders große Bereitschaft, sich mit technischen Sachverhalten auseinander zu setzen.
Nach neurowissenschaftlichen Erkenntnissen werden die Neigungen von Kindern weit eher festgelegt, als wie wir heute danach handeln. Die frühe positive Begegnung mit Technik hilft den Kindern, unsere heutige HighTech-Welt und deren Zusammenhänge zu verstehen und ist für ein bleibendes Interesse sowie für die spätere Berufswahl von entscheidender Bedeutung. Man muss dabei das kreative und konstruktive Interesse an Technik und HighTech so früh wie möglich wecken und ein Verstehen der genutzten Phänomene und den kreativen Umgang mit dem neuen Wissen fördern und ermöglichen - aus Neugier wird Forscherdrang und begründet sicheres Wissen.
Jede nachhaltige HighTech-Strategie muss bei unseren Kindern beginnen. Ohne starke technisch-naturwissenschaftliche Beiträge in dieser Altersgruppe wird ein Bildungskonzept nicht tragen, wenn die Industrienationen im globalisierten Wettbewerb mit Innovationen bestehen und die Herausforderungen dieses Jahrhunderts beherrscht oder der erreichte Wohlstand gesichert werden sollen.